Die Enden des Handlaufs verdienen besondere Aufmerksamkeit. Ein frei endender Handlauf sollte nicht einfach abgeschnitten werden. Besser sind Endstücke, die zur Wand hin umgebogen oder mit einer Endkappe versehen werden. Ein um 90 Grad zur Wand geführtes Ende verhindert, dass Kleidung oder Taschen hängen bleiben. Bei Treppen mit Podest kann der Handlauf durchlaufen, muss aber an jedem Ende sicher befestigt sein. Lose Enden, die nur gesteckt sind, lösen sich mit der Zeit. Wer den Handlauf selbst biegt, sollte auf einen ausreichenden Radius achten, damit keine scharfen Kanten entstehen.<br>
<br>
<br>
<br>
Im Altbau treffen zwei Gegner aufeinander: hartes Parkett oder Dielen aus Massivholz und schwere Möbel, die bei jeder Bewegung Druck auf die Oberfläche bringen. Filzgleiter sind die einfachste Lösung, aber sie nutzen sich ab und hinterlassen bei falscher Wahl graue Schlieren. Möbelroller aus Kunststoff oder Gummi rollen leichter, können aber bei Punktlast Rillen in weiches Holz drücken. Die Entscheidung hängt weniger vom Möbelstück als vom Untergrund und der Nutzung ab.<br>
<br>
<br>
<br>
Die Beleuchtung ist der häufigste Fehler bei der Nachrüstung. Viele Schränke haben nur eine mittige Leuchte, die das Gesicht von oben beleuchtet und Schatten unter die Augen wirft. Besser sind zwei Leuchten seitlich oder eine indirekte Beleuchtung hinter dem Schrank. Achten Sie auf die Schutzart: Im Bad ist mindestens IP44 im Bereich um Waschbecken und Dusche Pflicht, im Schutzbereich 1 (Duschbereich) sogar IPX4 und Sicherheitskleinspannung. Für die Steckdosen gilt: Eine Steckdose im Spiegelschrank ist praktisch für Rasierer oder Zahnbürste, aber sie muss über einen FI-Schutzschalter (RCD) abgesichert sein. Wer die Steckdose in die Rückwand des Schranks setzt, sollte die Zuleitung vorher abschalten und die Leitungen mit einer zugentlasteten Anschlussdose verbinden. Keinesfalls lose Kabel hinter dem Schrank verlegen – das ist ein Brandrisiko und bei einer Prüfung ein Mangel.<br>
<br>
<br>
<br>
Für den Rahmen gibt es im Wesentlichen zwei Bauformen: selbstklebende Profile zum Aufsetzen und solche, die in eine vorhandene Nut eingeschoben werden. Entscheidend ist nicht die Optik, sondern der Spalt zwischen Türblatt und Rahmen. Ist er zu schmal, drückt ein zu dickes Profil die Tür auf und der Schließmechanismus arbeitet dauerhaft gegen Widerstand. Ist er zu breit, liegt das Profil nur punktuell an. Vor dem Kauf den Spalt an mehreren Stellen messen und den schmalsten Wert als Grundlage nehmen. Beim Aufkleben die Fläche entfetten, in einem Zug andrücken und die Ecken nicht auf Gehrung schneiden, sondern leicht überlappen lassen – Gehrungsschnitte klaffen nach kurzer Zeit.<br>
<br>
<br>
<br>
Die Bodendichtung ist der zweite Hebel. Absenkdichtungen senken sich beim Schließen ab und heben sich beim Öffnen an, damit der Boden nicht schleift. Bürstendichtungen sind einfacher, dichten aber schwächer. Wichtig ist die Höhe: Eine zu tief eingestellte Absenkdichtung bremst die Tür aus und verschleißt den Mechanismus, eine zu flache lässt Luft durch. Nach dem Einbau prüfen, ob die Tür ohne Kraftaufwand ins Schloss fällt. Läuft die Dichtung auf dem Boden auf, den Anschlag nachjustieren, nicht die Dichtung kürzen – gekürzte Bürsten verlieren ihre Form.<br>
<br>
<br>
<br>
Vor dem Beplanken sollten alle Installationen für Wasser und Elektrik liegen. Für die Beleuchtung in der Nische verlegen Sie die Leitungen in der Wand, nicht auf der Wand. Später ist jede Änderung mit Stemmen und neuer Abdichtung verbunden. Denken Sie daran: Elektrische Bauteile im Duschbereich brauchen einen eigenen Schutzbereich. Eine Leuchte direkt über der Duschwanne muss für diesen Bereich zugelassen sein; im Zweifel fragen Sie eine Elektrofachkraft.<br>
<br>
<br>
<br>
Erst nach vollständiger Abdichtung und Trocknung wird gefliest. Verwenden Sie Kleber, der für Nassbereiche geeignet ist, und verfugen Sie mit einem wasserfesten Fugenmörtel. Dehnungsfugen in den Ecken bleiben elastisch und werden mit einem dafür vorgesehenen Dichtstoff verschlossen. Wer diese Reihenfolge einhält, hat eine Nische, die dicht bleibt. Wer sie umgeht, repariert später die Wand – und nicht nur die Fuge.<br>
<br>
<br>
<br>
<img src="https://picography.co/page/1/600" style="max-width:420px;float:right;padding:10px 0px 10px 10px;border:0px;">Bei der Beleuchtung in der Nische sind indirekte Lösungen praktisch. Ein LED-Profil unterhalb der oberen Nischenkante setzt Licht auf die Fliesen, ohne dass man direkt in die Leuchte blickt. Achten Sie auf Feuchtraum-Schutzart und darauf, dass das Profil nicht im Spritzbereich der Duschbrause liegt. Kabelenden müssen mit zugelassenen Verbindungen abgeschlossen sein. Wer hier spart, riskiert Kurzschluss oder Korrosion.<br>
<br>
<br>
<br>
Unterkonstruktion und Plattenwahl Für die Nischenwände eignen sich feuchtigkeitsbeständige Gipskartonplatten oder besser noch zementgebundene Bauplatten. Das Ständerwerk aus Metallprofilen muss so ausgerichtet sein, dass die spätere Wand lotrecht und fluchtend zur übrigen Wand verläuft. Ein häufiger Fehler: Die Nische wird zu knapp bemessen. Rechnen Sie die Dicke von Fliesenkleber, Abdichtung und Fliesen mit ein. Bleibt der Spalt zwischen Duschwanne und Nischenwand zu schmal, lässt sich später keine Silikonfuge sauber ziehen. Prüfen Sie außerdem, ob die Unterkonstruktion das Gewicht der Fliesen trägt – bei großen Formaten kommen schnell mehrere Kilogramm pro Quadratmeter zusammen.