Für Mietwohnungen gilt: Kleine Maßnahmen wie Dichtung tauschen oder Beschlag nachstellen sind meist unproblematisch. Größere Eingriffe am Rahmen oder Mauerwerk gehören in die Hände des Vermieters oder einer Fachkraft. Dokumentiere den Zustand mit Fotos, bevor du etwas veränderst. So vermeidest du Streit über Schäden und kannst belegen, dass die Ursache nicht bei dir liegt. Ein zehnminütiger Check mit Papier und Kerze zeigt dir, ob das Problem harmlos ist oder ob du es melden musst.<br>
<br>
<br>
<br>
Fingerschutz für die Scharnierseite ist sinnvoller als der klassische Schaumstoffblock an der Türkante. Der Grund: Kinder greifen beim Öffnen oder Schließen meist in den Spalt zwischen Tür und Rahmen, nicht in die Mitte. Flexible Kunststoffprofile, die in den Spalt gesteckt oder auf die Bandseite geklebt werden, decken genau diese Zone ab. Bei Schubladen sind es weniger die Auszüge als der Spalt zwischen Frontblende und Korpus. Hier lässt sich mit schmalen U-Profilen arbeiten, die ohne Bohren in die Fuge gedrückt werden. Wichtig: Profile nicht kürzen, wenn dadurch scharfe Kanten entstehen.<br>
<br>
<br>
<br>
Beim Kochen gehört der Deckel auf den Topf, beim Duschen die Badezimmertür zu und das Fenster auf. Nach dem Duschen noch einige Minuten nachlüften, bis die Spiegel klar sind. Wer die Wäsche in der Wohnung trocknet, sollte das in einem Raum mit Fenster und möglichst mit Unterstützung durch einen Ventilator tun. Ein Trockner mit Wärmepumpe entzieht der Luft das Wasser und gibt es als Kondensat in einen Behälter, statt es in den Raum abzugeben.<br>
<br>
<br>
<br>
Zugluft an Fenstern bemerkt man meist erst, wenn es im Raum unangenehm zieht oder die Heizkosten steigen. In Altbauten sind die Ursachen selten die Dichtung allein. Oft liegt es am Zusammenspiel von Rahmen, Flügel, Beschlag und Mauerwerk. Ein systematischer Check dauert keine zehn Minuten, wenn man weiß, wo man suchen muss. Man braucht dafür nur eine Kerze, ein Blatt Papier und etwas Geduld.<br>
<br>
<br>
<br>
Stabile Lösungen ohne Beton sind zum Beispiel: Rankgitter aus Holz oder Metall, in Schraubhülsen gesetzt und mit Efeu, Clematis oder Hopfen berankt; Weiden- oder Haselnussflechtzäune, die in den Boden gesteckt und mit Querstreben verbunden werden; freistehende Pflanzkübel aus Holz oder Metall, die mit Kies beschwert und mit hohen Gräsern oder Bambus bepflanzt werden; Steckzaun-Elemente aus Kunststoff, die mit Erdankern im Boden fixiert werden; sowie mobile Sichtschutzwände mit ausklappbaren Standfüßen, die mit Sandsäcken oder Gehwegplatten beschwert werden. Jede dieser Varianten hält normalen Wind aus, solange sie nicht als geschlossene Fläche wirkt.<br>
<br>
<br>
<br>
Zuerst wird der alte Putz im Bereich der Laibung abgeschlagen, bis der tragfähige Mauerwerkskern sichtbar ist. Lose Fugen und Sand werden ausgekratzt, Staub abgesaugt, die Fläche gründlich vorgefeuchtet. Saugende Untergründe wie Ziegel oder Kalksandstein brauchen eine Grundierung, sonst entzieht der Stein dem Mörtel das Wasser und die Haftung bricht. Auf glatten oder stark unebenen Flächen ist ein Spritzbewurf sinnvoll. Typischer Fehler: zu schnell zu dick auftragen. In einem Zug lassen sich höchstens ein bis zwei Zentimeter Auftragsdicke sauber verarbeiten.<br>
<br>
<br>
<br>
Möbel sollten mit etwas Abstand zur Außenwand stehen, damit Luft zirkulieren kann. Vorhänge dürfen die Fensterlaibung nicht dauerhaft verdecken, sonst bleibt Feuchtigkeit dort stehen. Schimmel an Silikonfugen und Fensterrahmen lässt sich mit handelsüblichem Alkoholreiniger entfernen, solange er oberflächlich bleibt. Wer schwarze Flecken auf Tapeten oder in Ecken entdeckt, sollte die Ursache prüfen und nicht nur überstreichen. Tritt Schimmel immer wieder an derselben Stelle auf, ist ein Bauschaden oder eine undichte Stelle wahrscheinlich, und dann hilft nur eine fachliche Untersuchung.<br>
<br>
<br>
<br>
<span style="font-weight: bolder;">Ein Hygrometer zeigt, wo man</span> steht. Werte zwischen 40 und 60 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit sind angenehm und unkritisch. Steigt der Wert über 65 Prozent, sollte gelüftet oder geheizt werden. Ein häufiger Fehler ist, die Heizung ganz abzudrehen, um Energie zu sparen. Kalte Luft kann weniger Wasser halten, an kalten Wänden schlägt sich die Feuchtigkeit nieder. Gleichmäßiges Heizen auf ein moderates Niveau ist therefore günstiger als ein kaltes Schlafzimmer mit nassen Fenstern.<br>
<br>
<br>
<br>
Wenn die Dichtung spröde, plattgedrückt oder eingerissen ist, lässt sie sich meist ohne Werkzeug austauschen. Nimm die alte Dichtung als Muster mit, achte auf Profilform und Nutbreite. Reinige die Nut vor dem Einsetzen von Schmutz und alten Kleberesten. Drücke die neue Dichtung gleichmäßig ein, ohne sie zu dehnen, sonst zieht sie sich später zusammen und reißt. Bei verformten Flügeln hilft der Griff zum Beschlag: Prüfe, ob der Flügel gleichmäßig anliegt und ob die Schließzapfen richtig greifen. Oft genügt es, den Beschlag nachzujustieren, damit der Flügel wieder parallel zum Rahmen sitzt.<br>
<br>
<br>
<br>
<img src="https://i.ytimg.com/vi/Kbb10T0WHCo/hq720.jpg" alt="Warum Dämmen so wichtig ist – Vorteile und Nutzen einfach erklärt" style="max-width:450px;float:left;padding:10px 10px 10px 0px;border:0px;">Kerzentest und die drei häufigsten Fehler Der Kerzentest zeigt, wo es zieht, ohne dass man es spürt. Halte die Flamme ruhig etwa zwei Zentimeter vor die verdächtige Fuge und beobachte sie. Flackert sie seitlich oder wird sie zur Seite gedrückt, strömt dort Luft ein. Prüfe bei geschlossenem Fenster entlang des gesamten Rahmens, auch am Übergang zur Wand. Häufige Fehler: nur bei starkem Wind prüfen, die Flamme zu nah halten oder den Test bei laufender Heizung durchführen, weil warme Luft die Strömung verfälscht. Ein weiterer Fehler ist, nur die Dichtung zu tauschen, obwohl der Flügel verzogen ist.