Drei Beläge, drei unterschiedliche Stärk<br>
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Vor dem Kauf steht die Bestandsaufnahme. Zunächst wird die Nischentiefe gemessen: von der Wandfläche bis zur Rückwand. Dazu kommt die lichte Breite und Höhe. Entscheidend ist auch, ob sich in oder auf der Nische Rohre, Ventile oder Elektroleitungen befinden. Ein Blick auf den Putz zeigt, ob er lose ist oder salpeterhaltige Feuchtigkeit aufweist. Feuchte Nischen dürfen nicht gedämmt werden, solange die Ursache nicht behoben ist – sonst schimmelt die Dämmung von innen. Bei Mietwohnungen gehört eine schriftliche Erlaubnis des Vermieters zur Planung, am besten mit Skizze der geplanten Maßnahme.<br>
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Die Montage erfolgt in mehreren Schritten. Zuerst wird die Nische von Staub und losen Putzresten befreit, Unebenheiten werden mit einem geeigneten Spachtel ausgeglichen. Dämmplatten werden auf Maß zugeschnitten, mit einem Montagekleber oder geeigneten Dübeln befestigt und die Fugen mit Dämmstreifen oder Klebeband verschlossen. Wichtig ist ein Abstand von mindestens zwei bis drei Zentimetern zwischen Dämmung und Heizkörperrückseite, damit die Luft zirkulieren kann. Bei Mietwohnungen sind Bohrungen in die Außenwand oft nicht erlaubt – hier bieten sich klemmende oder mit Klebepunkten fixierte Systeme an, die sich rückstandsfrei entfernen lassen. Nach der Montage wird der Heizkörper wieder eingehängt und entlüftet.<br>
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<img src="https://www.freepixels.com/class=" style="max-width:440px;float:right;padding:10px 0px 10px 10px;border:0px;">Die regelmäßige Reinigung entscheidet mehr als jedes Spezialprodukt. Einmal pro Woche die Fugen mit einer weichen Bürste und warmem Wasser bearbeiten. Seifenreste und Kalk lösen sich damit, bevor sie zu einer Nährstoffschicht werden. Bei sichtbaren ersten Punkten hilft eine Mischung aus Wasser und einem Schuss Essig, aufgetragen mit einem Tuch. Nicht mit chlorhaltigen Reinigern und Essig gleichzeitig arbeiten, sonst entstehen gefährliche Dämpfe. Nach der Reinigung immer klar nachspülen und trocknen lassen.<br>
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Beim Rückbau zählt jede Stunde. Klickvinyl und Laminat lassen sich in ganzen Bahnen wieder aufnehmen und stapeln, sofern sie nicht verklebt wurden. Teppichfliesen gehen schnell raus, hinterlassen aber Kleberreste, die entfernt werden müssen. Wer sicher plant, fotografiert den Zustand vor und nach dem Verlegen. Das erspart beim Auszug jede Diskussion über Kratzer oder Flecken, die ohnehin schon da waren.<br>
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Die Wahl hängt vom Raum ab. Für Wohnzimmer mit großen Fenstern und Wunsch nach weichem Licht ist Leinen die bessere Wahl. In Küche, Bad oder Kinderzimmer, wo häufiges Waschen nötig ist, punktet Baumwolle. Wer beides kombinieren will, nutzt einen leichten Baumwollvorhang als Basis und einen Leinenstreifen als seitliche Akzentbahn – so bleibt der Sichtschutz erhalten und die Lichtstimmung weich.<br>
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Beide Materialien bleichen in der Sonne aus. Leinen verliert langsamer an Farbintensität, Baumwolle vergilbt auf der Südseite schneller. Wer direkt hinter der Scheibe aufhängt, sollte zu ungefärbten oder hellen Tönen greifen. Ein Futterstoff auf der Rückseite schützt die Faser, verdunkelt aber den Raum. Bei halbtransparenten Vorhängen ist das selten gewünscht, also besser einen zweiten, leichten Vorhang in Weiß davor hängen und den farbigen Stoff nur seitlich als Akzent setzen.<br>
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Leinen hat eine leicht unregelmäßige Faserstruktur. Dadurch wirkt der Stoff lebendig und bricht das Licht weicher als Baumwolle. Ein halbtransparenter Leinenvorhang – etwa 120 bis 150 Gramm pro Quadratmeter – spendet Sichtschutz, ohne den Raum abzudunkeln. Beim Nähen oder Kürzen unbedingt vorsichtig arbeiten: Leinen franst stark aus. Zwei Zentimeter Nahtzugabe und ein Zickzack- oder Overlockstich an allen Schnittkanten sind Pflicht. Ein häufiger Fehler ist, Leinen direkt nach dem Waschen zu kürzen. Die Faser zieht sich beim ersten Waschen um bis zu fünf Prozent zusammen, also erst waschen, dann messen und schneiden.<br>
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Beide Naturfasern lassen Tageslicht herein und verhindern zugleich neugierige Blicke von außen. Der Unterschied liegt im Detail: Leinen besteht aus Flachsfasern, Baumwolle aus den Samenhaaren der Baumwollpflanze. Das bestimmt, wie sich ein Vorhang aufhängt, wie er das Licht streut und wie er sich über die Jahre verhält. Wer den falschen Stoff wählt, ärgert sich später über Knicke, Ausbleichen oder eine unruhige Oberfläche.<br>
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Für die Pflege gilt: Leinen verträgt 40 Grad, Baumwolle 60 Grad. Leinen nie in den Trockner geben, sonst wird es hart und verliert seinen Fall. Baumwolle darf bei niedriger Stufe in den Trockner, sollte aber leicht feucht aufgehängt werden. Vor dem ersten Aufhängen beide Stoffe einmal waschen, damit die endgültige Länge feststeht. Beim Messen der fertigen Länge immer zehn Zentimeter Zugabe für Saum und eventuelles Einlaufen einplanen.<br>
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Baumwolle: glatter, schwerer, pflegeleichter Baumwolle fällt gleichmäßiger und fühlt sich weicher an. Ein dichter Baumwollvorhang mit 180 bis 220 Gramm pro Quadratmeter schirmt Blicke zuverlässiger ab, lässt aber weniger Licht durch als Leinen. Das kann in kleinen Räumen erdrückend wirken. Wer Sichtschutz bei gleichzeitig heller Wohnung braucht, greift zu locker gewebter Baumwolle – sogenannter Batist oder Voile. Beim Aufhängen darauf achten, dass Baumwolle zum Knittern neigt. Faltenbänder, Kräuselband oder Gardinenringe mit großem Abstand halten die Falten gleichmäßig. Ein typischer Fehler: Baumwollvorhänge zu heiß bügeln. Bei über 200 Grad verbrennt die Faser und bekommt glänzende Stellen, die sich nicht mehr entfernen lassen.