5 Fehler beim Aufspulen, die Schlaufen verursachen

Ein häufiges Problem ist auch die falsche Unterlage. Auf einer rauen oder fusselnden Bügelunterlage bleiben Fasern hängen und wandern später auf das Leinen. Glatte, saubere Unterlagen aus Baumwolle oder hitzebeständigem Material sind besser geeignet. Ebenso sollte das Bügeleisen sauber sein: Rückstände auf der Sohle können sich auf dem Stoff absetzen und wie Fusseln wirken.<br> <br> <br> <br> Auch die Geschwindigkeit spielt eine Rolle. Zu schnelles Kurbeln lässt keine Zeit, den Faden gleichmäßig zu führen. Langsamer und bewusst wickeln ist wirksamer als jede nachträgliche Korrektur. Wer merkt, dass eine Lage locker sitzt, sollte nicht weiterwickeln, sondern den betreffenden Bereich abwickeln und neu aufspulen. Nachträgliches Festziehen von außen bringt nichts, weil die lockere Schicht darunter erhalten bleibt.<br> <br> <br> <br> Wer Leinen dauerhaft fusselarm halten will, dekatierst es nicht zu oft. Jeder Durchgang beansprucht die Fasern. Nach dem Waschen reicht ein gründliches, feuchtes Dekatieren von der linken Seite, gefolgt von ruhigem Abkühlen. So bleibt die Oberfläche geschlossen und der unerwünschte Flaum minimal.<br> <br> <br> <br> <span style="font-weight: 900;">Vor dem Nähen lohnt es, die</span> Belastungsrichtung zu prüfen. Zieht man am Griff, wandert die Kraft diagonal in den Korpus. Die Gegennaht muss dieser Diagonale folgen, nicht der optisch sauberen Geraden. Ein kurzer Test mit einem Stoffrest zeigt, wo das Material zuerst nachgibt. Erst dann wird die Naht positioniert. Wer die Gegennaht nach Gefühl setzt, trifft fast immer die falsche Stelle – nämlich dort, wo ohnehin schon eine Naht liegt, statt dort, wo die Kraft wirkt.<br> <br> <br> <br> <span style="font-weight: 800;">Beim Waschen den Stoff zuerst</span> mit versäuberten Kanten versehen, damit er nicht ausfranst. Ein Zickzackstich oder eine Overlocknaht an allen vier Seiten genügt. Dann den Stoff allein oder mit ähnlichen Farben in die Maschine geben, das Programm wählen, das später auch für das fertige Kleidungsstück gilt, und auf niedriger Stufe schleudern. Nach dem Waschen den Stoff noch feucht in Form ziehen, flach liegend oder hängend trocknen und erst dann bügeln. Wichtig: Nie im nassen Zustand aufhängen, wenn das Gewebe schwer ist – es verzieht sich unter seinem eigenen Gewicht.<br> <br> <br> <br> Zunächst muss die Spule richtig in den Spuler eingelegt werden. Viele Maschinen haben eine separate Spulvorrichtung, die unabhängig von der Nadel arbeitet. Der Faden wird durch die dafür vorgesehene Führung gezogen und dann einige Male von Hand um die Spule gewickelt, bevor der Motor startet. Wird der Faden nicht in die Spannungsscheibe eingelegt, wickelt er sich ohne Widerstand auf und liegt später zu locker. Achten Sie darauf, dass die Spule in der richtigen Orientierung sitzt – meist gibt es eine Kerbe oder einen Mitnehmer, der in die Nut der Spule greift.<br> <br> <br> <br> Die richtige Fadenspannung beim Aufspulen Die Spannung während des Aufspulens ist entscheidend. Zu geringe Spannung führt zu einer schwammigen Wicklung, bei der sich die Fadenlagen leicht verschieben. Zu hohe Spannung hingegen kann die Spule verformen oder den Faden dehnen. Viele Maschinen haben eine separate Spannungseinstellung für den Spuler, die oft mit einer kleinen Schraube oder einem Rädchen justiert wird. Testen Sie die Wicklung nach dem Aufspulen: Drücken Sie mit dem Daumen leicht auf die Oberfläche. Gibt sie kaum nach und fühlt sich gleichmäßig fest an, ist die Spannung in Ordnung. Lockere Stellen sind ein sicheres Zeichen für zu wenig Widerstand.<br> <br> <br> <br> Lockere Wicklungen auf der Spule sind die häufigste Ursache für Schlaufenbildung beim Nähen. Wer schon einmal mit einer Maschine gearbeitet hat, bei der der Faden ungleichmäßig aufgespult wurde, kennt das Problem: Der Faden verheddert sich, reißt oder bildet unschöne Schlingen auf der Unterseite des Stoffes. Dabei lässt sich das vermeiden, wenn man beim Aufspulen einige grundlegende Regeln beachtet. Der Spulvorgang ist keine Nebensache, sondern entscheidet über die Qualität jeder Naht.<br> <br> <br> <br> <img src="https://i.ytimg.com/vi/658WvlPhR7M/hq720.jpg" alt="Denkmalgeschütztes Haus sanieren: So geht's!" style="max-width:420px;float:left;padding:10px 10px 10px 0px;border:0px;">Schließlich sollte die fertige Spule vor dem Einsetzen in die Maschine kontrolliert werden. Drücken Sie den Faden leicht zusammen: Er sollte sich nicht verschieben lassen. Wickeln Sie die ersten Zentimeter von Hand ab und prüfen Sie, ob der Faden gleichmäßig abläuft. Eine lockere Wicklung erkennt man daran, dass sich mehrere Lagen gleichzeitig abheben oder der Faden beim Abziehen einschneidet. In diesem Fall ist es besser, die Spule zu entleeren und neu zu wickeln, als später eine schlechte Naht in Kauf zu nehmen. Eine sauber aufgespulte Spule ist die Grundlage für störungsfreies Nähen und verhindert Schlaufenbildung zuverlässig.<br> <br> <br> <br> Die Geschwindigkeit des Aufspulens spielt ebenfalls eine Rolle. Zu schnelles Aufspulen führt oft dazu, dass der Faden nicht sauber in die Wicklung gleitet, sondern sich überkreuzt oder Lücken bildet. Besonders bei empfindlichen oder glatten Fäden wie Polyester oder Seide ist eine moderate Geschwindigkeit ratsam. Viele Maschinen bieten eine langsame Spulgeschwindigkeit an, die sich über einen Schalter oder durch sanftes Betätigen des Pedals steuern lässt. Wer die Spule in Ruhe und mit gleichmäßigem Tempo aufspult, vermeidet von vornherein lockere Wicklungen.