Muschelkante braucht feste Spannung, nicht festes Zieh<br>
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Beim Nähen langer Kanten hilft es, die Decke nicht hängen zu lassen. Das Gewicht des Stoffes zieht an der Naht und dehnt sie. Besser ist es, den Stoff links neben der Maschine auf einem Tisch flach aufzulegen und mit der Hand leicht zu führen, ohne zu ziehen. Die Nadel sollte immer senkrecht zur Stoffkante stehen. Nach dem Nähen wird die Naht gebügelt, nicht gedrückt: Das Eisen gleitet über die Naht, ohne den Stoff zu verschieben. So schließt sich das Gewebe, und die Kante bleibt gerade.<br>
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Bruchkante, Stoffbruch und der Unterschied zur Na<br>
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Ein Utensilo ist ein genähter Stoffkorb, der auf dem Schreibtisch, im Bad oder in der Küche kleine Dinge an einem Ort hält. Wer ihn selbst näht, verbraucht Reste, die sonst in der Schublade liegen. Der Aufbau ist einfach: zwei Stoffquadrate, eventuell ein Volumenvlies, vier Nähte und ein Boden. Genau an dieser Stelle passieren die meisten Fehler, nicht am Nähen selbst, sondern an der Planung der Maße.<br>
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Ein Utensilo aus Resten hält länger, wenn die Nähte doppelt ausgeführt werden. Besonders die obere Kante wird stark belastet, wenn der Korb angehoben wird. Ein umlaufender Steppstich eine Nadelbreite von der Kante entfernt stabilisiert sie. Wer verschiedene Stoffe kombiniert, sollte darauf achten, dass sie ähnlich schwer sind. Ein leichter Baumwollstoff neben einem festen Canvas verzieht sich beim Waschen unterschiedlich. Alle Stoffe vor dem Zuschnitt waschen, damit der fertige Korb später nicht einläuft.<br>
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<img src="https://www.freepixels.com/class=" style="max-width:400px;float:left;padding:10px 10px 10px 0px;border:0px;">Beginne mit dem Brustumfang. Das Maßband läuft waagerecht über die stärkste Stelle der Brust, unter den Achseln hindurch und hinten gerade über die Schulterblätter. Halte es nicht zu locker, sonst entsteht eine zu große Weite. Miss den Taillenumfang an der schmalsten Stelle des Oberkörpers, meist knapp über dem Bauchnabel. Atme normal weiter, zieh den Bauch nicht ein. Der Hüftumfang wird an der breitesten Stelle des Gesäßes gemessen. Achte darauf, dass das Band hinten nicht hochrutscht.<br>
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Beim Zusammennähen werden die Quadrate rechts auf rechts gelegt. Die vier Seitennähte schließen, dabei an der oberen Kante eine Wendeöffnung von etwa 8 cm offen lassen. Die Nahtzugaben an den Ecken zurückschneiden, aber nicht in die Naht hinein. Danach die Ecken so flach drücken, dass die Seitennähte aufeinandertreffen, und quer über die Ecke nähen. Diese Quernaht bildet den Boden. Ohne dieses Abnähen bleibt der Korb ein flacher Beutel. Wer die Nahtzugaben nicht auseinanderbügelt, erhält dicke, sichtbare Wülste an den Kanten.<br>
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Ein häufiger Fehler ist eine zu kurze Wendeöffnung. Sie muss breit genug sein, um alle Ecken durchzuziehen. Ein weiterer Fehler: Die Bodennaht zu weit von der Ecke entfernt setzen. Sie gehört genau dorthin, wo die beiden Seitennähte aufeinandertreffen, sonst entsteht ein Loch am Boden. Nach dem Wenden die Kanten mit einem stumpfen Gegenstand ausformen, nicht mit einer Schere, sonst durchsticht man den Stoff. Zum Schluss die Wendeöffnung mit unsichtbaren Stichen oder mit der Maschine knappkantig schließen.<br>
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Stoff und Vorschub spielen ebenfalls eine Rolle. Wenn der Stoff nicht gleichmäßig transportiert wird, staut sich der Faden und bildet Schlaufen. Halte den Stoff nicht fest und ziehe ihn nicht nach – das verändert die Fadenspannung während der Naht. Lass den Transporteur die Arbeit machen und führe den Stoff nur. Bei sehr dünnen oder dehnbaren Stoffen hilft ein passendes Stickvlies oder ein dünnes Papier unter dem Stoff. Reinige außerdem regelmäßig den Greiferbereich und entferne Fadenreste, denn Staub und Fussel stören die Fadenverriegelung.<br>
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Wer Kleidung näht oder bestellt, braucht verlässliche Körpermaße. Ein Maßband allein reicht nicht. Entscheidend ist, wie du misst: eng anliegend, aber ohne einzuschneiden, über dünne Kleidung oder direkt auf der Haut, immer an denselben Stellen. Notiere jeden Wert sofort, sonst verwechselst du Brust-, Taillen- und Hüftumfang. Miss am besten zweimal, morgens und abends, und vergleiche. Schwankungen von ein bis zwei Zentimetern sind normal – nimm den Mittelwert für den Schnitt.<br>
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Die Größe des fertigen Korbs hängt nicht von der Größe der zugeschnittenen Quadrate ab. Ein Quadrat mit der Kantenlänge X wird nach dem Zusammennähen zu einem Korb mit der Höhe X geteilt durch zwei minus Nahtzugabe. Wer 20 cm zuschneidet, erhält also rund 9 bis 10 cm Höhe. Wer das ignoriert, wundert sich über ein flaches Utensilo und schneidet neu zu. Vor dem Zuschnitt lohnt es sich, die gewünschte Höhe und Breite auf ein Stück Papier zu zeichnen und daraus die Quadratkante zu berechnen. Breite und Höhe des Bodens ergeben sich aus der Quadratkante minus zwei Nahtzugaben.<br>
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Auf Schulter, Ärmel und Rücken kommt es an Die Schulterbreite bestimmst du vom äußeren Ende einer Schulter bis zum anderen. Miss über den Rücken, nicht über die Brust. Für die Ärmellänge lässt du den Arm leicht angewinkelt hängen und misst von der Schulternaht bis zum Handgelenk. Die Rückenlänge geht vom höchsten Punkt am Halsansatz bis zur Taille. Diese Werte entscheiden, ob ein Oberteil an der Schulter sitzt oder abrutscht. Ohne sie wirkt jedes noch so gut gewählte Konfektionsmaß zufällig.