Duschwand oder Vorhang: Was im Bad wirklich Spritzwasser stoppt

Wirtschaftlich sinnvoll ist das Streichen vor allem bei kleinen Räumen, intaktem Untergrund und einer Optik, die nur aufgefrischt werden soll. Wer eine völlig neue Struktur oder großformatige Fliesen will, kommt mit Streichen nicht ans Ziel. Auch bei stark frequentierten Böden in Küche oder Flur stößt die Methode an Grenzen. Die Entscheidung hängt also weniger vom Budget ab als vom Zustand der Fliesen und der gewünschten Haltbarkeit.<br> <br> <br> <br> Ein Vorhang ist nicht grundsätzlich schlechter. Er ist günstig, flexibel und braucht keine Bohrlöcher. Dafür hängt er im Weg, saugt Wasser auf und muss regelmäßig gewaschen werden. Eine Duschwand kostet mehr Aufwand bei der Planung und Montage, dafür ist sie dauerhaft formstabil und leichter zu reinigen. Wer häufig umzieht oder eine Mietwohnung ohne Bohrerlaubnis hat, fährt mit einem Vorhang oft besser. Wer bleibt und ein ruhigeres Badezimmer will, sollte die Wand sorgfältig planen, richtig befestigen und regelmäßig pflegen.<br> <br> <br> <br> Welche Farbe trägt auf Fliesen dauerhaf<br> <br> <br> <br> Spritzschutz richtig dimensionieren Eine Duschwand muss nicht die gesamte Dusche umschließen. Oft reicht eine einzelne Scheibe, die den Bereich zum restlichen Bad abtrennt. Entscheidend ist die Spritzzone: Wassertropfen fliegen seitlich weg, nicht nur nach vorn. Die Wand sollte daher mindestens bis zur Höhe der Duscharmatur reichen, bei einer fest montierten Kopfbrause deutlich höher. Wird die Wand zu kurz gewählt, läuft Wasser auf den Boden und von dort in die Fugen. Wird sie zu hoch gewählt, wirkt der Raum schnell wie eine Kabine. Ein Kompromiss ist eine Wand mit einer festen und einer beweglichen Scheibe, die sich je nach Bedarf öffnen lässt.<br> <br> <br> <br> Vor dem Lackieren alle Vertiefungen, Fugen und Kanten prüfen. Kleine Risse mit Holzspachtel schließen, der zur späteren Lackfarbe passt. Nach dem Trocknen planschleifen. Für ein gleichmäßiges Ergebnis die Tür flach legen und mit einer Schaumstoffrolle oder einem Pinsel in dünnen Schichten arbeiten. Zwei bis drei dünne Schichten sind besser als eine dicke. Zwischen den Schichten leicht anschleifen, damit die nächste Schicht greift. Beim Lackieren der Kanten zuerst, dann die Flächen – so laufen keine Tropfen über die Kanten.<br> <br> <br> <br> Die Beladung entscheidet darüber, ob das Regal aufgeräumt wirkt. Schwere Gegenstände gehören in die unteren Fächer, leichte nach oben. Das untere Drittel sollte möglichst geschlossen befüllt sein, etwa mit Körben oder Boxen, damit der Blick nicht durch das gesamte Regal bis zur Wand fällt. Offene Fächer in Augenhöhe bleiben sparsam: zwei bis drei Objekte pro Fach, keine Ansammlung von Alltagsgegenständen. Wer das Regal als reine Ablage nutzt, verliert die Raumwirkung und schafft eine neue Unordnungsecke.<br> <br> <br> <br> Ein häufiger Fehler ist die zu tiefe Regaltiefe. Mehr als 35 Zentimeter Tiefe wirken in kleinen Räumen wie eine Wand und nehmen Licht. Flache Regale mit 20 bis 30 Zentimetern Tiefe lassen Licht durch die offenen Fächer und wirken optisch leichter. Auch die Rückwand sollte offen bleiben oder aus hellem, lichtdurchlässigem Material bestehen. Wer eine massive Rückwand einbaut, verliert genau den Vorteil, den ein offenes Regal gegenüber einem geschlossenen Schrank hat.<br> <br> <br> <br> Bei der Montage zählt der Untergrund mehr als das Werkzeug. Fliesen sind hart, aber nicht immer tragfähig genug für schwere Glaswände. Dübel müssen zum Material passen: Für Fliesen auf Gipskarton braucht es andere Befestiger als für Beton. Vor dem Bohren wird die Wand angezeichnet und mit einer Wasserwaage ausgerichtet. Ein häufiger Fehler ist, die Wand nur oben zu befestigen und unten frei schwingen zu lassen. Gerade bei Glas entstehen so Spannungen, die auf Dauer zu Rissen führen. Unten gehört eine stabile Führung oder eine Silikonfuge, die Bewegungen auffängt.<br> <br> <br> <br> Eine Duschwand aus Glas oder Kunststoff lässt sich nicht so einfach zur Seite schieben wie ein Vorhang. Genau das ist ihr Vorteil: Sie bleibt dort, wo sie hingehört, und hält Spritzwasser zuverlässig von Waschbecken, Toilette und Handtuchhalter fern. Wer sich für eine feste Wand entscheidet, sollte vorher klären, ob die Dusche bodengleich oder mit Wanne ausgestattet ist, denn davon hängen Maße, Befestigung und sogar die Wahl des Materials ab.<br> <br> <br> <br> Vor der Montage steht die Planung. Zuerst wird die Duschfläche genau ausgemessen, und zwar nicht nur die Breite, sondern auch die Höhe ab Duschwanne oder Boden. Gemessen wird an der Wand, an der die Wand befestigt werden soll, sowie an der gegenüberliegenden Seite, denn Fliesen sind selten exakt im Winkel. Ein typischer Fehler ist, nur die Öffnung zu messen und die Wand danach zu bestellen. Besser ist es, die lichte Breite zwischen den Wänden an mehreren Stellen zu prüfen und den kleineren Wert zu verwenden.<br> <br> <br> <br> Die Pflege entscheidet darüber, wie lange die Wand gut aussieht. Glas und Kunststoff reagieren unterschiedlich auf Kalk. Nach dem Duschen hilft es, die Scheibe kurz mit einem Abzieher zu bearbeiten. Wer das regelmäßig macht, braucht seltener aggressive Reiniger. Kalkablagerungen lassen sich mit einer Mischung aus Wasser und etwas Essig oder Zitronensäure lösen, aber nicht auf Natursteinfliesen anwenden, weil die Säure den Stein angreift. Bei Kunststoffscheiben keine scheuernden Schwämme verwenden, sonst entstehen Kratzer, in denen sich Schmutz sammelt.