Ein weiterer häufiger Fehler ist die falsche Fadenfarbe. Der Originalsaum ist oft mit einem farblich passenden Faden genäht, der minimal abweicht. Wer einen Standardfaden verwendet, erkennt die neue Naht sofort. Besser ist es, den Originalfaden zu verwenden oder einen Faden, der exakt zur Naht passt. Bei Jeans ist ein goldfarbener oder orangefarbener Faden typisch. Bei Stoffhosen ist es oft ein dunklerer Ton. Wer unsicher ist, probiert den Faden an einer verdeckten Stelle aus.<br>
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Nun wird der Faden durch das Unterlegmaterial und den Stoff gezogen, ohne einen Knoten am Ende zu machen, wenn möglich. Stattdessen den Faden am Anfang zweimal durch dieselbe Stelle ziehen, damit er hält. Dann in kurzen, senkrechten Stichen über das Loch hin- und hernähen, etwa in einem Abstand von zwei bis drei Millimetern. Die Stiche dürfen nicht zu fest angezogen werden, sonst kräuselt sich der Stoff. Nach der ersten Runde quer zur Fadenrichtung eine zweite Runde im rechten Winkel darüber setzen, sodass ein feines Gitter entsteht. Dieses Gitter stabilisiert das Loch und verteilt den Zug gleichmäßig.<br>
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Nach dem Stopfen die Fadenenden auf der Innenseite mit einem kleinen Knoten sichern und kurz abschneiden. Das Shirt wieder auf rechts drehen und die reparierte Stelle leicht mit den Fingern in Form ziehen. Bei Baumwollstoffen kann man die Stelle vorsichtig mit dem Bügeleisen auf niedriger Stufe andrücken, bei empfindlichen Materialien besser nur mit der Hand glätten. Die Stopfstelle bleibt elastisch und ist von außen kaum zu sehen, wenn die Fadenfarbe stimmt und das Gitter nicht zu dicht ist.<br>
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Leinen fusselt nach dem Dekatieren vor allem dann, wenn die Faser durch zu viel Hitze, zu viel Reibung oder falsches Wasser strapaziert wird. Der Begriff Dekatieren stammt aus der Textilindustrie und meint das gezielte Behandeln mit Feuchtigkeit und Wärme, damit das Gewebe schrumpft, sich entspannt und seinen Glanz bekommt. Wer zu Hause dekatiert, will meist einen kratzigen, steifen Leinenstoff geschmeidig machen. Genau dabei entstehen die kleinen Fusseln: lose Kurzfasern lösen sich aus dem Garn und legen sich als Flaum auf die Oberfläche.<br>
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<span style="font-weight: 700;">Ein häufiger Fehler ist, die</span> Naht zu dicht zu setzen. Dadurch wird die reparierte Stelle steif und reibt auf der Haut. Ein weiterer Fehler: den Stoff beim Nähen straff zu ziehen. Das Loch verzieht sich, und nach dem Waschen bildet sich eine Falte. Wer den Faden zu fest verknotet, riskiert, dass der Stoff an der Reparaturstelle einreißt. Außerdem sollte man nicht mit einem einfachen Kreuzstich arbeiten, der nur die Ränder verbindet. Genau das führt zu der unerwünschten Narbe, die man vermeiden will.<br>
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Beim Waschen ist Vorsicht geboten. Hohlsaum und Muschelkante halten nur, wenn der Stickfaden an beiden Enden sicher vernäht ist. Ein einfacher Knoten reicht nicht, weil er sich bei der ersten Wäsche löst. Stattdessen den Faden auf der Rückseite durch mehrere Gewebefäden führen und dort verankern. Nach dem Waschen die Kante in Form ziehen und liegend trocknen. Wer den Stoff in der Maschine schleudert, riskiert, dass die Muschelschlingen aufplatzen. Handwäsche mit lauwarmem Wasser und ohne starkes Rubbeln ist die sicherste Methode.<br>
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Bevor die Nadel überhaupt in den Stoff taucht, muss gebügelt werden. Nicht nur kurz drüberziehen, sondern jeden Einschlag einzeln fest andrücken, mit Dampf und etwas Druck. Die zweite Faltung entsteht erst nach dem Bügeln der ersten. Wer beide Lagen gleichzeitig umlegt und dann bügelt, produziert Wellen und ungleichmäßige Breiten. Ein Hilfsmittel ist ein Saumlineal oder ein Stück Karton mit der gewünschten Breite; man schiebt es in die Falte und bügelt direkt an der Kante entlang. Danach mit Stecknadeln senkrecht zur Kante fixieren oder mit einer Heftnaht sichern.<br>
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Zuerst wird das Shirt auf links gedreht, damit die Innenseite des Lochs sichtbar ist. Die Ränder des Lochs vorsichtig mit den Fingern glätten, ohne daran zu ziehen. Wichtig ist, dass kein Stoff umgeklappt oder verdreht ist. Bei sehr dünnen oder elastischen Stoffen empfiehlt es sich, ein Stück dünnes Stickvlies oder ein Reststück ähnlichen Stoffs unterzulegen. Dieses Unterlegmaterial verhindert, dass die Stopfnaht das Loch später wieder aufreißt.<br>
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Bei dicken Lagen, etwa Jeans, Wolle oder Kunstleder, liegt die Stichlänge meist zwischen 3,0 und 4,0 Millimetern. Kürzere Stiche von 2,5 Millimetern sind möglich, wenn die Nadel es schafft, aber sie erhöhen den Widerstand und die Bruchgefahr. Längere Stiche ab 4,5 Millimetern sind bei Sichtnähten üblich, halten aber schlechter, wenn Zug auf die Naht kommt. Die Nadelstärke muss zur Stichlänge passen: Eine dünne Nadel verbiegt bei 4 Millimetern Stichlänge in dickem Leder, eine zu dicke Nadel hinterlässt sichtbare Löcher in feinem Stoff.<br>
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Diese Methode eignet sich nicht nur für T-Shirts, sondern auch für dünne Hemden, Unterwäsche oder leichte Strickwaren. Bei sehr großen Löchern oder stark ausgefransten Rändern stößt das Stopfen von innen jedoch an seine Grenzen. Dann ist ein Flicken von innen oft die bessere Wahl. Für kleine bis mittlere Löcher bleibt das Stopfen von innen aber die haltbarste und unauffälligste Lösung, die zudem ohne Nähmaschine gelingt.<img src="https://www.freepixels.com/class=" style="max-width:400px;float:left;padding:10px 10px 10px 0px;border:0px;">