Wenn Sie Abtauen und Dichtung in einem Zug erledigen

Die tägliche Pflege dauert nur eine Minute und verhindert die meisten Probleme. Nach dem letzten Kaffee des Tages spült man die Brühgruppe mit klarem Wasser aus. Bei Maschinen mit abnehmbarer Gruppe lässt sich diese unter dem Hahn abbrausen, ohne sie zu zerlegen. Den Wassertank leert man vollständig, damit sich kein Film bildet. Den Tresterbehälter und die Auffangschale spült man ebenfalls aus. Wer Milch aufschäumt, reinigt das Milchsystem sofort nach dem Gebrauch, sonst siedeln sich Keime an und der Milchschaum schmeckt sauer.<br> <br> <br> <br> Wasseranschluss, Abfluss und Strom müssen vorhanden sein oder fachgerecht gelegt werden. Ein Waschmaschinenanschluss benötigt einen eigenen Kaltwasserhahn mit Gewinde, einen Siphon mit Geräteanschluss und eine Steckdose, die nicht hinter dem Gerät eingeklemmt wird. Fehlt die Steckdose an der richtigen Stelle, ist eine Verlängerungsleitung über den Boden keine dauerhafte Lösung: Sie liegt im Spritzwasserbereich und wird zur Stolperfalle. Wer elektrische Leitungen verlegen muss, sollte das einer Elektrofachkraft überlassen. Der Ablaufschlauch darf nicht in das Waschbecken gehängt werden, wenn dieses täglich genutzt wird; ein fester Anschluss am Siphon ist die sichere Variante.<br> <br> <br> <br> <span style="font-weight: 600;">Der entscheidende Punkt ist</span> die Tiefe. Standardgeräte brauchen nach hinten Platz für Zulaufschlauch und Ablaufschlauch. Wird die Maschine zu nah an die Wand geschoben, knicken die Schläuche ab, und der Abfluss funktioniert nicht mehr zuverlässig. Rechnen Sie mit mindestens einigen Zentimetern Luft hinter dem Gerät. Bei sehr knappem Raum lohnt sich ein sogenanntes Toplader-Modell, das von oben befüllt wird. Es ist schmaler und lässt sich auch unter einem Hängeschrank oder in einer Nische aufstellen, in der eine Frontlader-Tür nicht mehr zu öffnen wäre.<br> <br> <br> <br> Folien und Furniere: schnell, aber mit Fallstrick<br> <br> <br> <br> Reinigen Sie während der Wartezeit die herausgenommenen Einschübe mit lauwarmem Wasser und etwas Spülmittel. Nach dem Abtauen wischen Sie den Innenraum trocken aus. Feuchtigkeit, die zurückbleibt, gefriert sofort wieder und lässt das nächste Abtauen früher nötig werden.<br> <br> <br> <br> Prüfen Sie nun die Türdichtung. Ein einfacher Test: Klemmen Sie ein Blatt Papier an mehreren Stellen zwischen Dichtung und Gehäuse und ziehen es bei geschlossener Tür heraus. Lässt es sich ohne Widerstand herausziehen, schließt die Dichtung dort nicht mehr richtig. Wiederholen Sie das an den Ecken, oben, unten und an den Seiten. Ein zweiter Test ist der Sichtcheck: Verformungen, Risse oder ein verhärteter, spröder Gummi sind klare Hinweise.<br> <br> <br> <br> So tauen Sie ab, ohne den Innenraum zu beschädigen Lassen Sie das Eis an der Luft schmelzen. Ein Topf mit heißem Wasser auf einem Untersetzer im Innenraum beschleunigt den Vorgang, ohne die Kunststoffwände anzugreifen. Verwenden Sie niemals scharfe Gegenstände wie Messer oder Schaber, um Eis abzuschlagen. Kratzer in der Innenwand werden später zur Angriffsfläche für Bakterien und können den Kältekreislauf beschädigen. Auch ein Föhn gehört nicht in den Kühlschrank: Die schnelle Wärme verformt Dichtungen und Kunststoffteile.<br> <br> <br> <br> Wer den Kühlschrank abtaut, ohne dabei die Türdichtung zu prüfen, verschiebt das nächste Abtauen oft nur um wenige Wochen. Beides hängt zusammen: Eine undichte Dichtung lässt warme Luft eindringen, die Eisbildung beschleunigt sich, und der Kompressor arbeitet häufiger. Deshalb lohnt es sich, die Arbeiten zu verbinden. Der Aufwand beträgt etwa eine Stunde, plus Wartezeit zum Trocknen.<br> <br> <br> <br> Verschmutzte Dichtungen lassen sich meist mit warmem Wasser und einem weichen Tuch reinigen. Fett und klebrige Rückstände sind oft die eigentliche Ursache für schlechtes Schließen, nicht der Verschleiß. Bei leichten Verformungen kann vorsichtiges Erwärmen mit einem Tuch helfen, damit sich der Gummi wieder anlegt. Ist die Dichtung hart, gerissen oder dauerhaft verzogen, lässt sie sich in der Regel austauschen; das Modell steht meist auf einem Aufkleber im Innenraum oder an der Türinnenseite.<br> <br> <br> <br> Bevor Sie beginnen, leeren Sie das Gerät vollständig und verteilen die Lebensmittel in Kühlboxen oder an einen kühlen Ort. Schalten Sie den Kühlschrank aus und ziehen Sie den Netzstecker. Stellen Sie eine Wanne oder alte Handtücher unter das Gerät, denn beim Abtauen läuft mehr Wasser aus, als viele erwarten. Besonders bei Gefrierfächern mit Ablaufrinne sollte ein Gefäß direkt darunter stehen.<br> <br> <br> <br> Zum Schluss stecken Sie den Stecker wieder ein und lassen das Gerät einige Stunden vorkühlen, bevor Sie die Lebensmittel zurückstellen. Achten Sie darauf, dass die Tür sauber schließt und nichts zwischen Dichtung und Gehäuse klemmt. Wer Abtauen und Dichtungsprüfung so verbindet, verhindert, dass sich Eis schneller neu bildet, spart Strom und vermeidet teure Reparaturen.<br> <br> <br> <br> Ein Kühlschrank läuft rund um die Uhr, und genau deshalb summiert sich jede Nachlässigkeit bei der Pflege zu einem spürbar höheren Stromverbrauch. Wer ein paar einfache Routinen einhält, hält das Gerät nicht nur länger am Leben, sondern senkt auch die Betriebskosten, ohne auf Komfort zu verzichten. Entscheidend ist dabei weniger ein einzelner großer Reinigungsakt als vielmehr die Regelmäßigkeit im Alltag.<img src="https://i.ytimg.com/vi/opxqGhuRQIg/hq720.jpg" alt="Energiesparendes Bio-Haus aus Holz, Lehm und Hanf | Einfach genial | MDR" style="max-width:420px;float:left;padding:10px 10px 10px 0px;border:0px;">