Für die Zucht sollten Sie die Erbgänge kennen. Der Wildtyp ist dominant, Albino rezessiv. Das bedeutet: Um Albinos zu erhalten, müssen beide Elterntiere das Albino-Gen tragen. Leuzist vererbt sich ebenfalls rezessiv, aber unabhängig vom Albino-Gen. Melanoid ist dominant. Wer ohne genetisches Wissen züchtet, produziert oft unerwünschte Mischlinge, die schwer zu vermitteln sind. Ein weiterer typischer Fehler ist die Annahme, dass Farbvarianten unterschiedliche Arten seien. Es handelt sich immer um dieselbe Art, Ambystoma mexicanum. Die Farben sind lediglich Zuchtformen, die untereinander fruchtbar sind. Wer gesunde Tiere will, sollte auf gute Wasserwerte, abwechslungsreiche Ernährung und stressfreie Haltung achten – die Farbe ist zweitrangig.<br>
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Strömung, Temperatur und Sauerstoff richtig einstellen Axolotl brauchen kühles Wasser zwischen 16 und 20 Grad. Höhere Temperaturen senken die Sauerstofflösung und belasten den Stoffwechsel, was sich zuerst an den Kiemen zeigt. Ein leistungsstarker Filter ist wichtig, aber die Strömung darf die Tiere nicht ständig anblasen. Dauerhafter Wasserzug führt zu gestresstem Verhalten und lässt die Kiemenäste dauerhaft angelegt wirken. Ein Prallblech, ein Sprührohr oder eine Umlenkung an der Ausströmöffnung lösen das Problem, ohne die Filterleistung zu senken. Zusätzlich sollte die Oberfläche leicht bewegt sein, damit der Gasaustausch funktioniert.<br>
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<span style="font-weight: bold;">In gut eingefahrenen Becken</span> reicht es in der Regel, alle zwei bis vier Wochen einen Teilbereich des Bodens zu bearbeiten. Statt die komplette Fläche auf einmal zu reinigen, saugt man pro Durchgang etwa ein Drittel bis die Hälfte des Bodengrunds ab und wechselt dabei gleichzeitig einen Teil des Wassers. So bleibt die Bakterienpopulation stabil, und der Mulm kann sich zwischen den Reinigungen wieder aufbauen. Bei starkem Besatz, viel Fütterung oder sichtbarer Fäulnis sind kürzere Abstände nötig, bei einem spärlich besetzten, gut bepflanzten Becken auch längere.<br>
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Zappeln entsteht meist durch falsche Temperatur oder zu viel Licht. Axolotl mögen es kühl, etwa 16 bis 18 Grad. Warme Hände oder Sonneneinstrahlung während des Hochhebens lösen Stress aus. Also: Hände vorher in kaltem Wasser kühlen, im Schatten arbeiten, nicht direkt über dem Becken hantieren. Ein weiterer Fehler ist, das Tier nach dem Hochheben festzuhalten und zu warten. Jede Sekunde in der Luft ist Belastung. Also zügig in den vorbereiteten Behälter setzen, nicht schwenken, nicht drehen.<br>
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Letztlich gilt: Lieber regelmäßig wenig als selten alles. Ein stabiles Aquarium erkennt man nicht an einem blitzblanken Boden, sondern an konstanten Wasserwerten und aktiven Axolotln. Wer diese Balance beachtet, muss den Mulm nicht ständig absaugen und schützt gleichzeitig die Gesundheit der Tiere.<br>
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<span style="font-weight: 900;">Ausgewachsene Axolotl fressen</span> deutlich seltener. Zwei bis drei Fütterungen pro Woche reichen bei Tieren ab etwa 20 Zentimetern aus. Geeignet sind Regenwürmer, Nachtwürmer, größere Insektenlarven und hochwertige, sinkende Pellets. Regenwürmer sollten vor der Fütterung kurz gewässert werden, damit anhaftende Erde abgespült wird. Pellets quellen im Wasser auf, deshalb nur so viel geben, wie in wenigen Minuten gefressen wird. Ein häufiger Fehler ist die Überfütterung: Ein Axolotl, das ständig Futter sieht, frisst weiter, bis es erbricht. Der Körper ist dann über der Kloake stark verdickt, und das Tier wird träge.<br>
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Jungtiere bis etwa zehn Zentimeter Länge fressen hauptsächlich lebende Kleintiere. Bewährt haben sich frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien, kleine Daphnien, Cyclops und feine Tubifex. Das Futter muss kleiner sein als der Kopf des Axolotls, sonst wird es ausgespuckt oder führt zu Darmproblemen. Frisch geschlüpfte Artemia müssen innerhalb weniger Stunden verfüttert werden, weil sie im Süßwasser schnell absterben und dann nur noch die Wasserqualität belasten. Bei Jungtieren gilt: zwei- bis dreimal täglich kleine Mengen, nicht einmal am Tag eine große Portion.<br>
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Auf die Wassertemperatur sollte beim Füttern besonders geachtet werden. Bei Jungtieren sind 18 bis 20 Grad Celsius sinnvoll, bei Adulten 16 bis 19 Grad. Zu warmes Wasser beschleunigt den Stoffwechsel, das Futter wird schneller verdaut, aber die Tiere vertragen die Temperaturen auf Dauer nicht. Nach jeder Fütterung gehören Reste mit einer Pipette abgesaugt, sonst kippt die Wasserqualität innerhalb weniger Tage. Ein Teilwasserwechsel von etwa 30 Prozent pro Woche ist bei Adulten üblich, bei Jungtieren in Aufzuchtbecken eher mehr.<br>
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Axolotl reagieren empfindlich auf Wasserbewegung. Ihre Kiemenäste sind dünne, gut durchblutete Hautfortsätze, die bei starker Strömung dauerhaft gereizt werden. Die Tiere schwimmen dann häufiger auf, pressen sich in Ecken oder zeigen gefaltete Kiemen. Wer ein Aquarium für Axolotl einrichtet, muss deshalb nicht nur an sauberes Wasser denken, sondern ebenso an eine Wasserbewegung, die kaum messbar ist. Die Filterart entscheidet dabei mehr als die Filterleistung selbst.