Axolotl-Substrat wechseln: Der Fehler, der die Kiemen verätzt

Nach etwa zehn Tagen ohne Nitritspitze ist der Wechsel überstanden. Kontrolliere den Bodengrund danach regelmäßig auf Futterreste und Grabestellen. Axolotl wühlen gern, und an mulmigen Ecken entstehen schnell anaerobe Zonen. Ein Teilwasserwechsel von zehn bis zwanzig Prozent pro Woche bleibt Pflicht. Wer diese Schritte einhält, verliert keine Tiere an einen Substratwechsel, der eigentlich harmlos aussieht.<br> <br> <br> <br> So läuft der Wechsel ohne Zusammenbruch der Wasserwerte Bereite zwei Behälter mit entchlortem Wasser vor, einen für den Axolotl, einen für das abgesaugte Wasser. Setze den Axolotl vorsichtig mit einem weichen Netz oder besser mit einer Kunststoffschale um. Fange ihn nie mit den Händen, die Haut ist empfindlich. Lass das alte Wasser im Eimer stehen, es enthält Bakterien und hilft, das neue Becken anzumpfen. Entferne nun das alte Substrat vollständig, sauge Mulm ab, aber spüle den Filter nicht aus. Filtermedien enthalten einen erheblichen Teil der nitrifizierenden Bakterien.<br> <br> <br> <br> <img src="https://www.freepixels.com/class=" style="max-width:400px;float:left;padding:10px 10px 10px 0px;border:0px;">Richtige Position und Betriebswei<br> <br> <br> <br> Für die Zucht ist leucistic ein rezessives Merkmal. Zwei leucistic Tiere vererben die Färbung an einen großen Teil der Nachkommen, aber nicht automatisch an alle. Wer züchten will, braucht Geduld und Platz für die Aufzucht. Die Larven sind empfindlich gegen Wasserqualität und Temperaturschwankungen. Ein weiterer Fehler: leucistic Axolotl werden wegen ihrer auffälligen Farbe oft als Dekoration gekauft. Wer die Kaltwasserhaltung, die Beckengröße und die Fütterung nicht dauerhaft sicherstellen kann, sollte auf die Anschaffung verzichten. Die Tiere werden viele Jahre alt, und die helle Färbung bleibt nur bei guter Haltung stabil.<br> <br> <br> <br> Nach der Fütterung wartest du am besten eine Stunde, bevor du einen Teilwasserwechsel machst. So bleibt das Wasser stabil und die Tiere verdauen in Ruhe. Entferne Futterreste immer sofort, denn sie faulen schnell und kippen die Wasserwerte. Eine gute Faustregel: Lieber etwas weniger füttern als zu viel. Ein hungriger Axolotl ist aktiver und gesünder als ein überfütterter, der träge am Boden liegt.<br> <br> <br> <br> Worauf es bei Wasser und Vergesellschaftung ankommt Leucistic Axolotl sind wie alle Axolotl Kaltwasserbewohner. Die Wassertemperatur sollte dauerhaft zwischen 16 und 20 Grad Celsius liegen. Höhere Werte schwächen das Immunsystem, und bei leucistic Tieren fallen Hautrötungen schneller auf. Ein Kühler oder zumindest eine kühle Raumtemperatur ist Pflicht. Häufige Fehler sind zu warmes Wasser im Sommer, zu starke Filterströmung und saubere Becken ohne Verstecke. Der pH-Wert sollte neutral bis leicht basisch sein, hartes Wasser ist besser als weiches. Chlor und Schwermetalle gehören nicht ins Becken; ein Wasseraufbereiter vor dem Einfüllen verhindert Schäden an Kiemen und Schleimhaut.<br> <br> <br> <br> <span style="font-weight: 600;">Fülle das neue, gespülte</span> Substrat ein, etwa drei bis fünf Zentimeter hoch. Höher wird problematisch, weil sich darin Faulgase bilden können. Schichte das alte Wasser zurück ins Becken, ergänze mit temperiertem, entchlortem Wasser. Der Axolotl braucht 16 bis 18 Grad, wärmeres Wasser schwächt ihn. Setze ihn erst zurück, wenn die Temperatur stabil ist und das Wasser klar. In den folgenden Tagen misst du täglich Ammonium, Nitrit und Nitrat. Ein Nitritwert über 0,3 mg/l erfordert sofortigen Teilwasserwechsel.<br> <br> <br> <br> Typische Fehler, die immer wieder passieren: den Filter gleichzeitig reinigen, zu viel neues Wasser auf einmal einfüllen, den Axolotl während der Arbeiten in einem kleinen Behälter ohne Sauerstoff lassen oder das neue Substrat nicht genug wässern. Auch das komplette Entfernen des alten Wassers ist riskant. Wer den Bodengrund wechselt, sollte in den zwei Wochen danach keine weiteren Veränderungen vornehmen. Keine neuen Pflanzen, keine neuen Tiere, keine Filterumstellung. Der Kreislauf braucht Zeit, sich an die neue Oberfläche anzupassen.<br> <br> <br> <br> Axolotl nehmen ihre Nahrung nicht mit den Augen wahr, sondern erspüren sie über den Geruchssinn und die Seitenlinienorgane. Sobald ein Stück Futter den Boden berührt, saugen die Tiere es mitsamt allem ein, was direkt daneben liegt. Kiessteine haben meist einen Durchmesser zwischen zwei und fünf Millimetern und passen damit genau in den Schlund eines ausgewachsenen Axolotls. Was harmlos aussieht, wird beim Fressen zur tödlichen Fracht.<br> <br> <br> <br> Vor dem Wechsel steht die Planung. Besorge rechtzeitig ein feinkörniges, abgerundetes Substrat mit einer Körnung unter drei Millimetern. Größere Steine können beim Fressen verschluckt werden und den Darm verstopfen. Sand ist ideal, sofern er nicht scharfkantig ist. Spüle das neue Material so lange in einem Eimer, bis das Wasser klar bleibt. Schwebstoffe im Becken reizen die Kiemen. Plane den Wechsel an einem Tag, an dem du mehrere Stunden Zeit hast, denn Hektik führt zu Fehlern.<br> <br> <br> <br> Bei der Vergesellschaftung gilt: Leucistic Axolotl sind Einzelgänger mit Duldung. Gruppen funktionieren nur in ausreichend großen Becken mit klaren Revieren. Jungtiere sind kannibalisch, deshalb sollten sie bis zu einer Größe von etwa 15 Zentimetern getrennt oder sehr gut strukturiert gehalten werden. Ein klassischer Fehler ist die Vergesellschaftung mit Fischen. Fische knabbern an Kiemen, stressen die Tiere und übertragen Krankheiten. Schnecken und Garnelen werden gefressen oder verletzen die Axolotl. Besser ist eine reine Axolotl-Haltung.