Laminat im Bad verlegen: der Fehler, der dich teuer zu stehen kommt

Flecken entstehen häufig durch falsche Reihenfolge. Wer zuerst die Decke und dann die Wände streicht, spart sich Nacharbeiten. Wer zuerst die Wände macht, verschmutzt sie beim Deckenanstrich erneut. Abklebeband gehört auf Fliesen, Fensterrahmen und Armaturen, nicht auf frisch gestrichene Flächen. Silikonfugen bleiben frei, weil Farbe darauf nicht haftet und später abplatzt. Nach dem letzten Anstrich darf das Bad mindestens drei Tage nicht geduscht werden. Feuchtigkeit während der Trocknung ist der häufigste Grund für spätere Blasenbildung.<br> <br> <br> <br> Innenausbau: Diffusionsoffen statt dampfdicht Nach der Abdichtung folgt der Innenausbau. Eine dampfdichte Folie auf der Innenseite ist fast immer falsch, weil sie Feuchtigkeit einschließt und Schimmel fördert. Besser sind diffusionsoffene Systeme: Kalk- oder Silikatputz, Lehmputz oder spezielle Sanierputze. Diese nehmen Feuchtigkeit auf und geben sie wieder ab. Wichtig: Keine Dispersionsfarbe oder Tapete verwenden, sondern mineralische Farben. Auch der Bodenbelag sollte diffusionsoffen sein, sonst staut sich Feuchtigkeit unter dem Estrich.<br> <br> <br> <br> <b>Vor dem Einbau die</b> Klemmflächen mit einem feuchten Tuch und etwas Spiritus reinigen. Fett- und Staubfilme sind der häufigste Grund für herabfallende Jalousien. Die Träger nicht zu weit außen ansetzen, sonst verbiegt die Welle. Bei sehr breiten Fenstern ab etwa einem Meter empfehlen sich zusätzliche Stützclips in der Mitte, die viele Hersteller mitliefern. Die Jalousie nach dem Einklemmen mehrmals vorsichtig auf- und abziehen, um zu prüfen, ob die Klemmung hält. Lässt sich der Träger mit geringem Kraftaufwand verschieben, ist der Spalt zu groß – dann mit beiliegenden Distanzplättchen nachjustieren oder auf eine andere Klemmstelle ausweichen.<br> <br> <br> <br> Die Wand entscheidet über die Befestigung. In Altbauten sitzt oft Ziegel oder Hohlblock, in Neubauten Beton oder Kalksandstein. Für schwere Lasten brauchen Sie Dübel, die für den jeweiligen Baustoff zugelassen sind, nicht die universalen Alleskönner. Prüfen Sie vor dem Bohren mit einem Leitungssuchgerät, wo Strom- und Wasserleitungen verlaufen. Ein typischer Fehler: Regale werden nur in der Putzschicht verankert. Der Putz trägt nichts, er platzt aus. Bohren Sie mindestens sechs Zentimeter tief in den tragenden Untergrund und setzen Sie pro Konsole zwei Befestigungspunkte, nicht einen.<br> <br> <br> <br> <span style="font-weight: bolder;">Manchmal liegt es nicht an der</span> Dichtung, sondern am Beschlag. Wenn der Griff nicht richtig einrastet oder das Fenster nur schwer schließt, drückt der Flügel nicht gleichmäßig an. Dann hilft es, die Schließzapfen an der Seite nachzujustieren. Dafür löst du die kleinen Schrauben am Zapfen, verschiebst ihn leicht in Richtung Rahmen und ziehst die Schrauben wieder fest. Prüfe danach, ob sich das Fenster noch leicht öffnen und schließen lässt. Zu stramm eingestellt, verschleißt die Dichtung schnell und der Rahmen kann reißen.<br> <br> <br> <br> Die Kosten setzen sich aus dem Material, der Unterlage, der Sperre und dem Dichtmittel zusammen. Wasserfester Laminat kostet mehr als Standardware, und die Feuchtigkeitssperre ist teurer als eine einfache Trittschalldämmung. Wer die Verlegung selbst macht, spart Arbeitslohn, benötigt aber eine Kappsäge mit feinem Blatt, damit die Kanten sauber bleiben und die Versiegelung hält. Ein falsch geschnittenes Brett mit ausgefranster Kante ist eine offene Stelle für Wasser.<br> <br> <br> <br> Verlegen: worauf es beim Untergrund und den Fugen ankommt Der Untergrund muss eben, trocken und saugfähig sein. Auf Estrich gehört zuerst eine Feuchtigkeitsmessung, sonst zieht Restfeuchte von unten in die Dielen. Als Dämmunterlage kommt keine Standard-Folie infrage, sondern eine spezielle Feuchtigkeitssperre, die an den Stößen überlappt und verklebt wird. An allen Wänden bleibt eine Dehnungsfuge von mindestens acht Millimetern, die später mit dauerelastischem Silikon verschlossen wird – nicht mit Acryl, das im Nassbereich aufquillt.<br> <br> <br> <br> Ist die Ursache klar, folgt die Abdichtung. Von innen kann eine Wand nur gegen drückendes Wasser abgedichtet werden, wenn die Wand standsicher ist und die Abdichtung lückenlos an Boden und Seitenwänden anschließt. Dafür eignen sich flexible Dichtungsschlämme oder Bitumenbahnen. Entscheidend ist die Haftung auf dem Untergrund: Der Putz muss bis zum tragenden Mauerwerk entfernt werden, Fugen und Risse sind mit Mörtel zu schließen. Eine Sperrschicht nur auf den Putz zu streichen, ist ein typischer Fehler – sie unterläuft Feuchtigkeit seitlich.<br> <br> <br> <br> Laminat im Badezimmer ist möglich, aber nur mit der richtigen Produktklasse. Herkömmlicher Laminat für Wohnräume quillt bei Wasserkontakt auf, weil der Trägerkern aus Holzfasern besteht. Wer trotzdem Laminat im Bad will, braucht eine Variante mit wasserfestem Kern auf Kunststoffbasis oder einen Laminat, dessen Trägerplatte gegen Feuchtigkeit imprägniert und an den Kanten versiegelt ist. Die Angabe zur Nutzungsklasse allein reicht nicht aus – entscheidend ist die ausdrückliche Eignung für Feuchträume.