Korkschichten senken Feinstaub — was das für Ihre Wohnung bedeutet

Typische Fehler: Kork hinter Heizkörpern oder in feuchten Bädern verliert seine Wirkung, weil Feuchtigkeit die Poren sättigt und Schimmel begünstigt. Auch das Aufhängen einzelner kleiner Untersetzer bringt kaum etwas — die luftreinigende Wirkung entsteht erst durch eine zusammenhängende Fläche. Wischen Sie die Korkflächen alle zwei Wochen mit einem trockenen Tuch ab und saugen Sie sie mit einer Bürstendüse aus. Feucht wischen ist tabu.<br> <br> <br> <br> Prüfen Sie den Erfolg mit einem einfachen Partikelmessgerät. Messen Sie vor dem Anbringen und vier Wochen danach an derselben Stelle, zur selben Tageszeit. Sinkt der Feinstaubwert nicht, liegt es meist an fehlender Luftzirkulation: Kork wirkt nur, wenn Luft durch die Poren streicht. Stellen Sie sicher, dass die Fläche nicht hinter Möbeln verdeckt ist. Bei stark belasteten Räumen an Hauptstraßen reicht Kork allein nicht — er ergänzt Lüften und Luftfilter, ersetzt sie aber nicht.<br> <br> <br> <br> Die richtige Lackwahl entscheidet über die Haltbarkeit Heizkörperlack ist kein normaler Wandlack. Er muss Temperaturen bis etwa 90 Grad aushalten, ohne zu verfärben oder weich zu werden. Geeignet sind lösemittelbasierte Alkydharzlacke oder spezielle Acryllacke für Heizkörper. Wasserbasierte Lacke sind geruchsärmer, trocknen schneller und vergilben weniger, haften aber auf glatten alten Lackschichten manchmal schlechter. In jedem Fall gilt: Grundierung und Decklack sollten aufeinander abgestimmt sein. Ein Haftgrund auf der entrosteten Stelle verhindert, dass Rost durch den neuen Anstrich wandert. Wer nur überstreicht, ohne zu grundieren, riskiert Abplatzungen nach der ersten Heizperiode.<br> <br> <br> <br> Die häufigste Schwachstelle ist der Übergang zwischen Türzarge und Mauerwerk. Dort sitzt oft nur Bauschaum, der mit den Jahren porös wird. Mit einem Cuttermesser alten Schaum entfernen, bis festes Material sichtbar ist. Dann mit einem dauerelastischen Dichtstoff in mehreren dünnen Lagen arbeiten, nicht in einer dicken Wurst. Zu dicke Fugen reißen beim Aushärten und lassen wieder Luft durch. Nach dem Aushärten prüfen, ob die Tür noch schließt, ohne zu klemmen.<br> <br> <br> <br> Das Ergebnis hält umso länger, je sorgfältiger die Vorarbeit war. Ein sauberer, entfetteter und grundierter Untergrund ist wichtiger als die Marke des Lacks. Bei stark verrosteten Stellen lohnt es sich, den Rost bis auf das Metall zu entfernen und mit Zinkstaubgrundierung zu arbeiten. Wer sich unsicher ist, ob der alte Anstrich Blei enthält, kann eine Probe analysieren lassen. In Altbauten ist das keine Seltenheit. Nach dem Streichen zeigt sich der Heizkörper wieder in gleichmäßiger Farbe und fügt sich sauber in den Raum ein – vorausgesetzt, die Heizung bleibt während der Trocknung aus.<br> <br> <br> <br> So bauen Sie eine wirksame Korkschicht auf Für eine Wandfläche von ein bis zwei Quadratmetern reichen dünne Platten von fünf bis acht Millimetern. Kleben Sie sie mit einem lösemittelfreien Dispersionskleber auf eine trockene, staubfreie Unterlage, sonst haftet die Schicht nicht und die Poren verstopfen durch Kleberreste. Lassen Sie das Ganze mindestens 48 Stunden bei geöffnetem Fenster aushärten. Erst danach beginnt die eigentliche Filterleistung.<br> <br> <br> <br> Die Mischung richtet sich nach dem Untergrund. Für stark saugende Wände eignet sich ein Grundputz mit gröberem Sand, für die Deckschicht feinerer Sand. Luftkalk oder hydraulischer Kalk, je nach Feuchtebelastung. Im Sockelbereich oder bei aufsteigender Feuchtigkeit reicht Kalkputz allein nicht aus, dort braucht es eine Sperrschicht oder Sanierputz. Im normalen Wohnraum genügt Kalkputz. Kein Zement beimischen, auch nicht „nur ein bisschen", um die Verarbeitung zu erleichtern. Das zerstört die Diffusionsfähigkeit.<br> <br> <br> <br> Die alte Oberfläche wird mit einem Schleifschwamm oder Schleifpapier angeraut. Lose Farbe, Rost und Schmutz müssen restlos weg. Bei starken Roststellen hilft eine Drahtbürste, danach wird die Stelle mit Rostumwandler behandelt. Anschließend den Heizkörper mit einem fettlösenden Reiniger abwischen und trocknen lassen. Wer diesen Schritt überspringt, riskiert, dass der neue Lack Blasen wirft oder abblättert. Nach dem Trocknen die Umgebung noch einmal gründlich absaugen, denn Staub setzt sich in den Rippen fest.<br> <br> <br> <br> Kork gibt Feinstaub und flüchtige organische Verbindungen an die Raumluft ab, wenn er als Granulat, Platte oder Wandverkleidung offen liegt. Die poröse Struktur wirkt dabei wie ein Schwamm: Partikel setzen sich in den Zellen fest, statt frei im Raum zu schweben. Wer Kork gezielt einsetzt, verringert die Belastung spürbar — vorausgesetzt, die Fläche bleibt trocken und wird regelmäßig abgesaugt.<br> <br> <br> <br> Vor dem eigentlichen Anstrich steht die Vorbereitung. Zunächst wird die Heizung für mindestens einen Tag abgeschaltet und vollständig abkühlen gelassen. Das Ventil wird geschlossen, damit beim Abschrauben der Thermostatkopf nicht unnötig belastet wird. Lose Farbschichten, Rost und Schmutz werden mit einer Drahtbürste, einem Spachtel oder Schleifpapier entfernt. Bei alten Bleifarben ist besondere Vorsicht geboten: nicht trocken schleifen, sondern nass abwischen oder mit Abbeizer arbeiten, um Staub zu vermeiden. Anschließend wird die Fläche mit einem fettlösenden Reiniger entfettet, denn Heizkörper sammeln über Jahre Staub und Fettreste aus der Raumluft.