Beim eigentlichen Anstrich arbeitet man in zusammenhängenden Flächen, nicht in kleinen Flecken. Zwei dünne Schichten halten länger als eine dicke. Die erste Lage darf leicht verdünnt werden, wenn der Hersteller es vorsieht. Zwischen den Lagen muss die Farbe vollständig durchgetrocknet sein. Wer zu früh nachstreicht, zieht die untere Schicht wieder an und bekommt eine ungleichmäßige Oberfläche. Kanten, Ecken und Fensterlaibungen werden zuerst gestrichen, danach die großen Flächen. Abdeckfolie und Kreppband schützen Fenster, Türen und Boden, aber das Band sollte nach dem Trocknen zügig entfernt werden, sonst reißt es Farbreste mit ab.<br>
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Als Nächstes gehen die nach innen wachsenden und die sich kreuzenden Äste. Ein Ast, der quer durch die Krone wächst, scheuert an anderen und schafft offene Wunden, in die Pilze eindringen. Von zwei sich kreuzenden Ästen bleibt derjenige, der flacher und in die gewünschte Richtung wächst. Die Leitäste, also die drei bis fünf Hauptäste, die das Gerüst bilden, bleiben grundsätzlich stehen. Sie werden nur eingekürzt, wenn sie zu lang und dünn sind, oder auf einen kräftigen Seitentrieb abgeleitet. Zu dicht stehende Fruchtäste am Ende der Leitäste werden ausgedünnt, sodass zwischen ihnen eine Handbreit Luft bleibt. Das fördert große, gut gefärbte Äpfel.<br>
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<img src="https://www.freepixels.com/class=" style="max-width:440px;float:right;padding:10px 0px 10px 10px;border:0px;">Ein weiterer typischer Fehler ist das Streichen bei drohendem Regen oder starkem Wind. Feuchtigkeit von oben oder Staub von der Seite ruinieren den frischen Anstrich. Nach dem Streichen braucht die Fassade einige Stunden Schutz. Auch pralle Mittagssonne ist problematisch: Die Oberfläche trocknet außen schneller als innen, es entstehen Spannungen und feine Risse. Wer diese Punkte beachtet, hat deutlich länger Ruhe. Kontrolle lohnt sich: Nach dem Trocknen prüft man, ob die Farbe gleichmäßig deckt und ob sich an Kanten oder Übergängen etwas ablöst. Kleine Fehler lassen sich dann korrigieren, bevor sie größer werden.<br>
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Ein weiterer Fehler ist der Schnitt zur falschen Zeit. Ein starker Rückschnitt im Frühjahr direkt vor dem Austrieb kostet den Baum viel Kraft. Besser ist der Spätsommer oder das zeitige Frühjahr, aber nicht während der Saftruhe bei Frost. Bei alten Bäumen sollte man auf einen trockenen, frostfreien Tag achten. Wunden über fünf Zentimeter Durchmesser verheilen schlecht und sollten mit einem Wundverschluss behandelt werden – aber ohne den Baum damit zu ersticken.<br>
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Ein weiterer typischer Fehler ist zu festes Spannen der Schnur. Eine straff gespannte Schnur schneidet in Zweige ein, wenn die Schere dagegen stößt, und verrutscht. Besser ist eine mäßige Spannung, die die Schnur gerade hält, aber ein leichtes Nachgeben erlaubt. Auch die Wahl des Materials spielt eine Rolle: Dehnbare Kunststoffschnüre verlieren bei Feuchtigkeit oder Sonne ihre Länge und hängen durch. Eine dünne, aber reißfeste Schnur aus Naturfasern oder ein nicht dehnbarer Kunststofffaden halten die Position über die gesamte Arbeitszeit.<br>
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Die Fassade zu streichen ist keine Arbeit, die man spontan an einem heißen Samstagnachmittag erledigt. Wer einfach drauflos pinselt, ohne die Bedingungen zu prüfen, riskiert Blasen, Risse und einen Anstrich, der nach zwei Jahren wieder abblättert. Der wichtigste Faktor ist die Witterung. Die ideale Lufttemperatur liegt zwischen 15 und 25 Grad, die Oberfläche sollte zwischen 10 und 30 Grad warm sein. Direkte Sonneneinstrahlung gilt es zu vermeiden, weil der Untergrund dann zu schnell trocknet und die Farbe nicht richtig haftet. Deshalb streichen viele Profis die Fassade am liebsten früh am Morgen oder an einem milden, bewölkten Tag.<br>
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Bevor der Pinsel überhaupt in die Farbe taucht, steht die Vorbereitung. Der Untergrund muss sauber, trocken und tragfähig sein. Alte, lose Farbschichten werden abgekratzt, abgebürstet oder mit einem geeigneten Mittel abgewaschen. Moos und Algen entfernt man mit einer Bürste und Wasser, nicht mit dem Hochdruckreiniger, denn der drückt Feuchtigkeit in den Putz. Risse und kleine Löcher werden mit passendem Reparaturmörtel verschlossen und nach dem Trocknen glatt geschliffen. Wer diese Schritte überspringt, streicht über einen instabilen Untergrund und wundert sich später über Abplatzungen.<br>
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Erst prüfen, dann grundieren Nach dem Reinigen und Ausbessern folgt der Test: Ein kleiner Bereich wird probeweise gestrichen, um zu sehen, wie die Farbe auf dem Untergrund wirkt. Saugfähige Putzflächen ziehen das Bindemittel stark an, dort ist eine Grundierung sinnvoll. Sie gleicht die Saugfähigkeit aus und spart am Ende Farbe. Bei bereits gestrichenen Flächen gilt: Nur grundieren, wenn der alte Anstrich kreidet oder sehr unregelmäßig ist. Ein häufiger Fehler ist, Grundierung und Farbe einfach zu überstreichen, ohne die Trockenzeiten einzuhalten. Diese stehen auf dem Gebinde und sind keine Empfehlung, sondern eine Bedingung für die Haltbarkeit.<br>
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Beim Schneiden selbst wird die Schere flach an der Schnur entlanggeführt, nicht in einem Bogen. Wer von oben nach unten schneidet, sollte die Schere parallel zur Schnur halten und nicht schräg ansetzen. Nach jedem Durchgang wird die Schnur überprüft, ob sie noch straff sitzt und die Stäbe sich nicht geneigt haben. Besonders bei jungen, wüchsigen Hecken kann der Druck der Zweige die Stäbe verschieben. Ein Nachjustieren nach der Hälfte der Arbeit verhindert, dass sich die Linie unbemerkt verändert.