5 Wege, wie Kalk den Geschmack von Leitungswasser verändert

Zur Vorbeugung genügt es, den Duschkopf alle zwei bis drei Monate kurz in Essigwasser zu legen, bevor sich sichtbarer Kalk bildet. In Regionen mit sehr hartem Wasser kann ein Wasserfilter am Duschschlauch die Kalkbildung deutlich reduzieren. Wer diese Routine einhält, vermeidet nicht nur die mühsame Entkalkung, sondern verlängert auch die Lebensdauer des Duschkopfs erheblich.<br> <br> <br> <br> Die erste Stärke liegt in der einfachen Handhabung. Ein Tischfilter braucht keinen Wasseranschluss und keine Montage. Man füllt den oberen Behälter mit Leitungswasser, wartet, bis es durch die Kartusche gelaufen ist, und entnimmt das gefilterte Wasser unten. Das dauert je nach Modell einige Minuten. Wichtig ist, den Filter nicht randvoll zu füllen, weil sonst Wasser ungefiltert überläuft. Ein häufiger Fehler ist zudem, die Kartusche vor dem ersten Gebrauch nicht gründlich zu spülen. Hersteller empfehlen, die erste Füllung zu verwerfen, weil feiner Kohlenstaub austreten kann.<br> <br> <br> <br> So entkalkt man schonend und ohne Schad<br> <br> <br> <br> Kalk im Leitungswasser ist chemisch betrachtet Calciumcarbonat. Es entsteht, wenn hartes Wasser mit gelöstem Calcium und Hydrogencarbonat durch Erwärmen oder Druckveränderungen ausfällt. Dieser Kalk setzt sich nicht nur in Rohren und an Armaturen ab, sondern verändert auch den Geschmack des Wassers. Viele Menschen beschreiben hartes Wasser als „kalkig", „kreidig" oder „trocken". Der Grund liegt nicht in einem giftigen Stoff, sondern in der Verschiebung des pH-Werts und der Ionenbalance. Calcium- und Magnesiumionen binden einen Teil der Aromastoffe, die sonst für einen frischen, weichen Geschmack sorgen. Gleichzeitig kann sich der Geschmack von Chlor oder anderen Desinfektionsmitteln verstärken, weil Kalk deren Abbau verzögert.<br> <br> <br> <br> Hartes Wasser enthält gelöste Calcium- und Magnesiumionen, meist als Hydrogencarbonate. Beim Erwärmen zerfällt das Hydrogencarbonat: Es entsteht Kohlendioxid, das als Gas entweicht, und Carbonat, das mit dem Calcium schwer lösliches Calciumcarbonat bildet. Dieses Salz fällt aus und setzt sich als weiß-grauer Belag ab. Der Härtebildner verschwindet also nicht, er wird nur in eine feste Form überführt. Im Wasser bleibt weniger gelöstes Calcium zurück, was den Härtegrad formal senkt – praktisch handelt es sich aber um eine Verschiebung in den Kessel, nicht um eine Entfernung aus dem System.<br> <br> <br> <br> Kalkreste bestehen aus Calciumcarbonat, das sich in dünnen Schichten auf Armaturen, Fliesen, Glas und Duschwänden absetzt. Zitronensäure greift dieses Mineral direkt an: Die Säure reagiert mit dem Carbonat zu wasserlöslichem Calciumcitrat, Kohlendioxid und Wasser. Genau deshalb sprudelt es, wenn die Säure auf den Belag trifft. Entscheidend ist, dass die Säure ausreichend lange und in passender Konzentration einwirken kann, bevor sie verdunstet oder weggespült wird.<br> <br> <br> <br> Nach dem Entkalken spülen Sie den Duschkopf gründlich aus, bevor Sie ihn wieder anschließen. Reste der Säure können sonst die Haut reizen. Schrauben Sie ihn handfest an den Schlauch – nicht mit Gewalt, sonst überdrehen Sie das Gewinde. Ein kurzer Testlauf zeigt, ob alle Düsen wieder frei sind. Falls einzelne Strahlen weiterhin schief austreten, wiederholen Sie das Einweichen gezielt nur für die betroffenen Düsen mit einem in Essig getränkten Wattestäbchen.<br> <br> <br> <br> Ein typischer Fehler ist zu heiße Flüssigkeit. Kochendes Wasser kann Kunststoffteile verformen und Dichtungen beschädigen. Lauwarm reicht völlig aus. Ebenso problematisch: Essigessenz pur. Die Säure greift bei längerer Einwirkzeit Metalle an, besonders verchromte Oberflächen. Mischen Sie deshalb immer mit Wasser. Wer einen Duschkopf mit Gummidüsen hat, kann diese nach dem Einweichen mit dem Daumen abreiben – so lösen sich die aufgeweichten Kalkreste leichter.<br> <br> <br> <br> <span style="font-weight: 800;">Kalk im Duschkopf ist keine</span> Frage des Alters, sondern der Wasserhärte. Wer in einer Region mit hartem Wasser lebt, kennt das Problem: Die Strahlen werden ungleichmäßig, das Wasser spritzt zur Seite, und irgendwann ist der Durchfluss so schwach, dass nur noch ein Rinnsal ankommt. Viele Duschköpfe lassen sich nicht mit einem Schraubenschlüssel öffnen – entweder sind sie verklebt, aus Kunststoff verschweißt oder schlicht ohne sichtbare Schrauben konstruiert. Genau dann hilft die richtige Vorgehensweise ohne Gewalt.<br> <br> <br> <br> Nach dem Ablösen wird die Fläche gründlich mit klarem Wasser gespült. Bleiben Säurereste zurück, greifen sie mit der Zeit Fugen, Naturstein und empfindliche Oberflächen an. Besonders kalkhaltige Materialien wie Marmor, Travertin und bestimmte Kunststeine vertragen Zitronensäure nicht, weil sie selbst aus Carbonat bestehen und sichtbar angeätzt werden. Auf Emaille, Chrom und Edelstahl ist die Behandlung dagegen meist unproblematisch, solange die Einwirkzeit nicht unnötig ausgedehnt wird.<br> <br> <br> <br> <img src="https://i.ytimg.com/vi/XvitxT84LcY/hq720.jpg" alt="Redrop - Nachhaltige Farben für dein Zuhause" style="max-width:430px;float:left;padding:10px 10px 10px 0px;border:0px;">Typische Fehler sind zu schwache Mischungen, kurze Einwirkzeiten und das Nachwischen mit einem trockenen Tuch, wodurch der gelöste Kalk nur verteilt wird. Ebenfalls problematisch ist es, Zitronensäure mit chlorhaltigen Reinigern zu mischen, weil dabei gesundheitsschädliche Gase entstehen können. Wer die Säure in einer Sprühflasche ansetzt, sollte diese beschriften und nicht für andere Mittel weiterverwenden.