Wenn die Farbe nicht hält: Grundierung richtig einschätzen

Kalte Zugluft von einem gekippten Fenster ist der häufigste Fehler im Winter. Sie kühlt die nasse Farbe an der Oberfläche schlagartig ab und verhindert, dass das Bindemittel richtig aushärtet. Zwar trocknet die Wand dann scheinbar schneller, doch die Haftung leidet. Besonders bei Dispersionsfarben und Leimfarben ist das problematisch. Besser ist es, während des Streichens gar nicht zu lüften und erst nach dem Trocknen der ersten Schicht kurz und stoßartig zu lüften, ohne dass die Wand dabei auskühlt. Wer unbedingt lüften muss, deckt den frischen Anstrich mit einer Folie ab oder wartet, bis die Farbe staubtrocken ist.<br> <br> <br> <br> <img src="https://www.freepixels.com/class=" style="max-width:410px;float:left;padding:10px 10px 10px 0px;border:0px;">Um die Fuge dauerhaft zu erhalten, muss sie zugänglich bleiben. Sockelleisten sollten nicht in die Fuge geklebt oder mit ihr verpresst werden. Wird ein Boden neu verlegt, ist die Fuge im Untergrund zu prüfen und gegebenenfalls nachzuschneiden. Bei der Renovierung darf der alte, starre Fugenfüller nicht einfach überstrichen werden. Besser ist es, ihn vollständig zu entfernen, die Flanken zu reinigen und mit einem geeigneten elastischen Material neu zu füllen. Wer unsicher ist, ob eine Fuge ausgeführt werden muss, sollte die Bewegung der angrenzenden Bauteile abschätzen: Unterschiedliche Materialien, Temperaturschwankungen und große Flächen sprechen fast immer dafür.<br> <br> <br> <br> Auch die Sicherheit gehört zur Grundausstattung, nicht in eine separate Kategorie. Eine Schutzbrille kostet wenig und verhindert Splitter im Auge. Arbeitshandschuhe schützen vor Schnittwunden an Blechkanten und vor Blasen beim Stemmen. Staubmasken sind beim Schleifen von Altputz oder Farbe sinnvoll, besonders in Räumen ohne Durchzug. Diese drei Dinge werden regelmäßig vergessen, obwohl sie den Unterschied zwischen einem kurzen Arbeitstag und einem Arztbesuch ausmachen können.<br> <br> <br> <br> Weitere Signale für eine notwendige Grundierung: kreidende Oberflächen, die beim Wischen farbige Spuren hinterlassen, stark saugende Stellen neben weniger saugenden, sichtbare Flecken wie Wasser- oder Nikotinränder sowie Metall, das Rost ansetzt. Auch ein Wechsel des Farbtyps spielt eine Rolle. Soll auf einen alten Öl- oder Lackanstrich eine wasserbasierte Farbe, braucht es fast immer eine Haftgrundierung, sonst zieht sich die neue Farbe zusammen oder bildet Krater.<br> <br> <br> <br> Ein unebener Untergrund ist der häufigste Grund, warum Fliesen nach Monaten Risse bekommen oder hohl klingen. Bevor die erste Fliese gesetzt wird, muss klar sein, wie stark die Unebenheiten sind und ob sie sich mit Ausgleichsmasse beheben lassen oder ob der Untergrund grundlegend bearbeitet werden muss. Zwei Meter Richtlatte auflegen und an mehreren Stellen prüfen: Abweichungen über drei Millimeter pro Meter sind zu viel für direktes Verkleben. Auch Feuchtigkeit messen – ein Zementestrich darf je nach Aufbau nicht mehr als zwei bis vier Prozent Restfeuchte haben, sonst löst sich später der Kleber.<br> <br> <br> <br> Leitungen verlaufen selten zufällig. In Wohngebäuden gibt es feste Regeln, an die sich Installateure halten. Stromkabel liegen in der Regel waagerecht oder senkrecht zu den Anschlüssen, also über und neben Steckdosen und Schaltern, oft in etwa 30 Zentimetern Abstand vom Boden oder von der Decke. Wasserleitungen laufen meist senkrecht zu den Armaturen und waagerecht zwischen den Stockwerken. Besonders tückisch sind Diagonalen oder wild verlegte Kabel aus früheren Umbauten. Wer sich nur auf den Augenschein verlässt, bohrt irgendwann genau in eine solche Überraschung.<br> <br> <br> <br> Beim Verkleben auf unebenem Grund reicht Dünnbettmörtel nicht aus. Stattdessen im kombinierten Verfahren arbeiten: Kleber mit der Zahnkelle auf den Untergrund, zusätzlich dünn auf die Fliesenrückseite auftragen. So entstehen keine Hohlräume. Fliesen mit Gummihammer oder Andrückbrett gleichmäßig ansetzen, nicht nur an den Ecken drücken. Immer wieder mit Wasserwaage und Richtlatte kontrollieren und Fugenkreuze setzen, damit das Raster nicht verläuft.<br> <br> <br> <br> Vor dem ersten Einsatz steht das Einrichten. Ein fester Platz für jedes Werkzeug spart später Minuten, die sich summieren. Schrauben, Dübel und Nägel werden nach Größe getrennt, nicht nach Herkunft des Kartons. Beim Bohren gilt: erst mit niedriger Drehzahl ansetzen, damit der Bohrer nicht wandert, dann Druck erhöhen. Bei Fliesen und harten Wänden ohne Schlag bohren, sonst platzt der Belag. Wer diese Reihenfolge ignoriert, bohrt Löcher an der falschen Stelle und darf sie später wieder verschließen.<br> <br> <br> <br> Die Dehnungsfuge am Wandanschluss ist keine überflüssige Optik, sondern eine konstruktive Trennung zwischen Bauteilen, die sich unterschiedlich bewegen. Wer sie ignoriert, verschließt oder mit starrem Material überbrückt, hebt die geplante Bewegungsmöglichkeit auf. Die Folge sind Zwangs­spannungen, die sich irgendwo entladen – meist als Riss im Putz, im Estrich oder in der Fliesenfläche.<br> <br> <br> <br> Wo die Fuge hingehört und wie sie richtig ausgeführt wird Eine Wandanschlussfuge verläuft dort, wo ein flächiges Bauteil – etwa Estrich, Fliesen, Trockenbau oder ein Bodenbelag – an eine Wand, Stütze oder Schwelle stößt. Sie muss durchgehend sein, also auch durch den Estrich und den Oberbelag. Richtig ausgeführt wird sie mit einem dauerelastischen Dichtstoff, der die Bewegung aufnimmt, oder mit einem Profil, das dieselbe Funktion erfüllt. Vor dem Einbringen sind die Fugenflanken zu reinigen, zu entstauben und je nach Material mit einem Haftvermittler oder Primer vorzubereiten. Die Fugenbreite richtet sich nach der zu erwartenden Bewegung; bei Estrichen sind einige Millimeter üblich, bei großen Flächen entsprechend mehr.