Wer Leitungen nicht ortet, bohrt durch das falsche Kabel

Lastangaben richtig lesen und Feldlasten berechnen Die auf dem Regal angegebene Tragfähigkeit bezieht sich fast immer auf eine gleichmäßig verteilte Last über das gesamte Feld und auf den höchsten Einbauzustand. Wer schwere Einzelteile punktuell auflegt, darf nicht die volle Feldlast ausschöpfen. Verteilen Sie das Gewicht möglichst gleichmäßig über die Fachbodenlänge und achten Sie darauf, dass die schwersten Güter in den unteren Ebenen liegen. Der Schwerpunkt eines beladenen Regals muss niedrig bleiben, sonst steigt die Kippgefahr erheblich.<br> <br> <br> <br> <span style="font-weight: bold;">Die typischen Fehler beim</span> Orten Viele verlassen sich auf alte Baupläne oder die Erinnerung des Vorbesitzers. Beides trügt. Leitungen werden nachträglich verlegt, Wände versetzt, Anschlüsse geändert. Ein weiterer Fehler: nur senkrecht oder nur waagerecht zu suchen. Installationen verlaufen oft in beiden Richtungen, und gerade in Altbauten gibt es keine geraden Wege. Wer den Sucher direkt auf die Wand drückt und dann seitlich wegzieht, verliert das Signal. Besser ist ein gleichmäßiger Abstand von einigen Millimetern zur Wand.<br> <br> <br> <br> Spachtelmasse richtig anmischen und einbringen Holzspachtel gibt es als fertige Paste oder als Pulver zum Anrühren. Pulver wird nach Herstellerangabe mit Wasser oder einem Bindemittel gemischt, bis eine zähe, nicht tropfende Konsistenz entsteht. Zu dünn angerührt läuft die Masse aus der Fuge, zu dick haftet sie nicht. Die Mischung wird mit einem Spachtel oder einer Fugenspritze schräg in die Fuge gedrückt, nicht nur oberflächlich aufgetragen. Die Fuge sollte leicht überfüllt werden, damit sich das Material beim Trocknen setzen kann.<br> <br> <br> <br> Ein Bohrer trifft selten das, was auf dem Plan steht. Wer in eine Wand bohrt, ohne vorher zu wissen, was darin liegt, riskiert einen Kurzschluss, einen Wasserschaden oder im schlimmsten Fall einen Stromschlag. Die häufigste Ursache ist nicht Unwissen, sondern Bequemlichkeit: Man geht davon aus, dass an dieser einen Stelle „schon nichts sein wird". Genau diese Annahme kostet am Ende am meisten.<br> <br> <br> <br> Der erste Schritt ist der Blick in den Verteilerkasten. Sicherungen abschalten, nicht nur den Lichtschalter. Danach die betroffene Wand mit einem Leitungssucher abtasten. Solche Geräte erkennen Metall, stromführende Leitungen und teilweise auch Kunststoffrohre. Wichtig ist, den Sucher langsam und in mehreren Bahnen über die Fläche zu führen, nicht punktuell. Ein einzelner Piepton sagt wenig, ein Verlauf über die Wand zeigt die Richtung der Leitung.<br> <br> <br> <br> Die Frage nach dem richtigen Durchmesser stellt sich fast immer dann, wenn ein Loch in die Wand muss und der Dübel noch in der Schublade liegt. Entscheidend ist nicht der Durchmesser des Dübels allein, sondern das Verhältnis zwischen Bohrloch, Dübel und Schraube. Ein zu großes Loch führt dazu, dass der Dübel durchrutscht, ein zu kleines verhindert, dass er sich spreizt. Als Faustregel gilt: Der Bohrer entspricht dem Nenndurchmesser des Dübels, die Schraube ist etwas dünner als dieser Nenndurchmesser. Ein 8-mm-Dübel braucht also ein 8-mm-Loch und eine Schraube mit etwa 5 bis 6 mm Durchmesser.<br> <br> <br> <br> Vor dem Aufbau muss der Boden geprüft werden. BCR-Regale leiten erhebliche Punktlasten über die Stützenfüße in den Untergrund ab. Auf Asphalt oder unverdichtetem Schotter kann sich der Boden setzen, wodurch die Regale kippen. Eine Betonplatte mit ausreichender Dicke ist die Regel, nicht die Ausnahme. Prüfen Sie außerdem, ob die Stützenfüße mit Dübeln oder Ankern im Boden befestigt werden müssen – bei vielen Bauarten ist eine Verankerung zwingend vorgeschrieben, auch wenn das Regal im Innenbereich steht.<br> <br> <br> <br> BCR-Schwerlastregale sind für hohe Lasten ausgelegt, doch die Tragfähigkeit hängt nicht allein vom Regaltyp ab, sondern vor allem von der richtigen Montage und Beladung. Wer die zulässige Feldlast überschreitet oder die Regale falsch aufstellt, riskiert nicht nur Schäden an der Ware, sondern auch die Sicherheit aller Personen im Lager. Die folgenden Punkte helfen, typische Fehler von Anfang an zu vermeiden.<br> <br> <br> <br> Bei feuchten Wänden oder metallischen Untergründen reagieren manche Geräte unzuverlässig. Dann hilft es, die Empfindlichkeit herunterzuregeln und die Messung zu wiederholen. Auch Stromleitungen, die gerade nicht unter Spannung stehen, werden von einfachen Suchern nicht immer erkannt. Wer eine Leitung vermutet, aber kein Signal bekommt, sollte mit einem zweiten Verfahren prüfen, etwa einem Metallortungsgerät oder einem Rohrortungsgerät für Kunststoff.<br> <br> <br> <br> Nach dem Bohren gilt: Nicht sofort den Dübel setzen. Erst prüfen, ob der Bohrer auf Widerstand gestoßen ist oder ob Metallspäne am Bohrer hängen. Beides deutet auf eine Leitung hin. Wer diese Reihenfolge einhält, bohrt ohne böse Überraschung – und spart sich teure Reparaturen, Stromausfälle oder Wasserschäden.<br> <br> <br> <br> Zuerst wird der Boden gründlich gereinigt. Staub, Wachs, Öl oder Lackreste verhindern, dass der Spachtel haftet. Lose Holzsplitter an den Fugenkanten werden mit einem scharfen Stechbeitel entfernt. Die Fugen sollten bis auf den Grund sauber sein, am besten saugt man den Staub mit einem Staubsauger ab. Bei geölten oder gewachsten Böden muss die Oberfläche an der Fuge leicht angeschliffen werden, damit der Spachtel eine raue Fläche zum Verkrallen findet. Lackierte Böden werden im Fugenbereich ebenfalls angeschliffen, sonst platzt die Füllung später ab.