5 Gründe, warum die Glücksfeder fast alles verzeiht

Ein häufiger Fehler ist das Gießen mit kaltem Wasser. Leitungswasser direkt aus der Leitung hat oft unter 15 Grad und verstärkt den Kälteschock. Besser ist es, das Wasser über Nacht stehen zu lassen, damit es Raumtemperatur annimmt. Auch Staunässe nach dem Umstellen schadet: Die Wurzeln können in kühler Erde kein Wasser aufnehmen, die Blätter vertrocknen trotz feuchten Substrats. Deshalb erst gießen, wenn die oberste Erdschicht trocken ist.<br> <br> <br> <br> Grober Kies mit einer Körnung ab etwa zwei Zentimetern ist die einfachste Lösung. Entscheidend ist die Schichtdicke: Ein bis zwei Zentimeter reichen nicht, besser sind drei bis vier Zentimeter. Die Steine müssen so schwer und unangenehm sein, dass die Katze beim Graben keinen Erfolg hat. Noch wirksamer ist eine Kombination aus Kies und einer darunterliegenden Lage engmaschigem Drahtgeflecht, das direkt auf der Erde aufliegt. Der Draht verhindert, dass die Katze die Erde durchwühlt, der Kies verdeckt ihn optisch.<br> <br> <br> <br> <span style="font-weight: 900;">Umtopfen ist nur selten nötig</span>. Die Glücksfeder mag enge Töpfe, weil sich dann die Wasserspeicher besser entwickeln. Alle zwei bis drei Jahre im Frühjahr reicht. Dabei verwendet man lockere, durchlässige Erde, die nicht zu viel Torf enthält. Grober Sand oder Perlite verbessern die Drainage. Nach dem Umtopfen wartet man mit dem Gießen etwa eine Woche, damit verletzte Wurzeln heilen können. Gedüngt wird sparsam: einmal im Monat während der Wachstumsphase von April bis September, im Winter gar nicht.<br> <br> <br> <br> Die richtige Position: seitlich statt front<br> <br> <br> <br> Licht und Standort: mehr Toleranz als gedacht Die Glücksfeder kommt mit einem halbschattigen Platz zurecht, sogar in Räumen ohne Fenster hält sie einige Wochen durch. Am besten wächst sie bei indirektem Licht, etwa ein paar Meter von einem Südfenster entfernt. Direkte Mittagssonne kann die Blätter verbrennen, besonders wenn die Pflanze lange dunkel stand und plötzlich in die pralle Sonne kommt. Ein Ost- oder Nordfenster ist ideal. Wer sie im Sommer nach draußen stellt, sollte sie zunächst in den Schatten stellen und erst nach einer Woche an hellere Plätze gewöhnen.<br> <br> <br> <br> Schädlinge sitzen selten frei auf dem Blatt. Blattläuse, Spinnmilben, Schildläuse und Wollläuse halten sich bevorzugt an Blattunterseiten, in Blattachseln, an Triebspitzen und in Ritzen der Stängel auf. Genau dort sammelt sich auch der meiste Schmutz. Ein Kontaktmittel, das auf eine staubige oder klebrige Oberfläche trifft, verdunstet, verläuft oder perlt ab, bevor es die Tiere erreicht. Die Behandlung wirkt dann nur teilweise, und der Befall kehrt nach wenigen Tagen zurück.<br> <br> <br> <br> Vermeiden lässt sich fast jeder Fehler durch weniger Fürsorge. Wer die Glücksfeder nur selten gießt, sie nicht in die pralle Sonne stellt und beim Umtopfen auf durchlässige Erde achtet, wird lange Freude an ihr haben. Sie verzeiht viel – aber nicht ständiges Eingreifen.<br> <br> <br> <br> Typische Anzeichen für Probleme sind gelbe Blätter, die weich werden und abfallen. Das deutet fast immer auf zu viel Wasser hin. Braune, trockene Blattspitzen entstehen dagegen bei zu trockener Luft oder längerer Trockenheit. Schädlinge wie Schildläuse oder Spinnmilben treten selten auf, meist nur bei geschwächten Pflanzen. Ein feuchtes Tuch und etwas Seifenlauge helfen, die Blätter abzuwischen. Staub auf den Blättern sollte man regelmäßig entfernen, damit die Pflanze genug Licht aufnehmen kann.<br> <br> <br> <br> <span style="font-weight: bold;">Die Glücksfeder, botanisch</span> Zamioculcas zamiifolia, gilt als eine der robustesten Zimmerpflanzen überhaupt. Ihre Blätter sind dick und ledrig, die Wurzeln speichern Wasser in knollenartigen Verdickungen. Dadurch übersteht sie Trockenheit, schwaches Licht und sogar vergessene Gießtermine. Wer nicht viel Zeit für Pflanzenpflege hat, findet in ihr einen zuverlässigen Mitbewohner. Trotzdem gibt es ein paar Dinge, die man falsch machen kann – und die sie nicht so leicht wegsteckt.<br> <br> <br> <br> Vor jeder Behandlung steht deshalb die mechanische Reinigung. Zuerst die Pflanze lauwarm abbrausen, wenn die Blätter es vertragen. Bei empfindlichen oder behaarten Blättern stattdessen mit einem weichen, feuchten Tuch arbeiten und jedes Blatt einzeln von oben und unten abwischen. Hartnäckige Kalk- oder Kleberückstände lassen sich mit einem feuchten Wattestäbchen in den Blattachseln lösen. Zwischen den Reinigungsschritten immer wieder frisches Wasser verwenden, damit gelöste Schädlinge nicht erneut verteilt werden.<br> <br> <br> <br> Der häufigste Fehler ist zu häufiges Gießen. Die Glücksfeder speichert Wasser, Staunässe bringt die Wurzeln zum Faulen. Besser ist es, die Erde zwischen den Wassergaben vollständig abtrocknen zu lassen. Im Sommer reicht es oft, alle zwei bis drei Wochen zu gießen, im Winter sogar nur alle vier bis sechs Wochen. Prüfen lässt sich das mit dem Finger: Steckt man ihn bis zum ersten Fingerglied in die Erde und fühlt dort noch Feuchtigkeit, wartet man besser noch ein paar Tage. Ein Topf mit Abzugsloch ist Pflicht, damit überschüssiges Wasser abfließen kann.