Wenn eine Kerze rußt, liegt das fast nie an der Kerze selbst. Rauch entsteht, wenn die Flamme nicht genug Sauerstoff bekommt und unverbrannte Kohlenstoffpartikel abgibt. Statt die Kerze wegzuwerfen, lohnt es sich, drei Dinge zu prüfen: Zugluft, Dochtlänge und Wachsmenge in der Schmelzgrube. In dieser Reihenfolge findet man die Ursache meist in wenigen Minuten.<br>
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Wie du den Docht nach dem Nachgießen richtig zentrier<br>
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Worauf es bei Dose, Tasse und Co. wirklich ankommt Zuerst der Boden. Tassen und Dosen mit dickem, flachem Boden halten die Hitze der Flamme besser aus als dünnwandige Exemplare. Ein Blick von unten zeigt, ob sich der Boden bereits nach außen wölbt oder feine Haarlinien aufweist. Solche Stellen reißen beim Erhitzen weiter. Ebenfalls kritisch sind Glasur und Innenbeschichtung: Feine Risse in der Glasur lassen Wachs in den Scherben eindringen, und beschichtete Blechdosen können sich beim Erhitzen verformen oder innen ablösen. Ein Behälter mit abgeplatzter Innenschicht ist kein Kerzengefäß, sondern Müll.<br>
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Manchmal liegt es am Formmaterial selbst. Silikonformen speichern Wärme anders als Metallformen. Bei Metallformen wird die Wärme schneller abgeführt, was zu einem früheren Erstarren führt. Wer von Silikon auf Metall wechselt, muss die Gusstemperatur anpassen – oft um einige Grad erhöhen. Zudem können Trennmittel oder Verunreinigungen in der Form den Wärmeübergang stören und ein gleichmäßiges Abkühlen verhindern. Formen vor jedem Guss reinigen und auf Beschädigungen prüfen.<br>
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Ein weiterer typischer Fehler ist die falsche Wachstemperatur. Ist das Wachs zu heiß, verbrennt es teilweise, verliert an Volumen und riecht streng. Ist es zu kalt, wird es zähflüssig und bildet sofort eine Haut, die den Nachfluss blockiert. Der optimale Bereich liegt meist zwischen 70 und 80 Grad Celsius, je nach Wachssorte. Ein Thermometer ist hier unverzichtbar – Schätzungen nach Gefühl führen fast immer zu Problemen. Auch das Rühren vor dem Guss hilft, die Temperatur im gesamten Gebinde auszugleichen.<br>
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Der eigentliche Wirbel entsteht vor dem Guss Die Trennung der Farben wird nicht im Formteil erzeugt, sondern in der Gießkanne oder im Becher. Zuerst den hellen Ton eingießen, dann den dunklen langsam über die Oberfläche laufen lassen. Anschließend mit einem flachen Spatel oder einem dünnen Stab einmal durch die Masse ziehen, ohne zu schlagen. Eine einzige, ruhige Bewegung reicht für eine Ader. Mehr Züge erzeugen mehr Adern, aber auch mehr Vermischung. Wer zu lange rührt, verliert die Kontraste vollständig.<br>
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<span style="font-weight: bold;">Ein häufiger Grund ist ein zu</span> großer Temperaturunterschied zwischen Wachs und Form. Ist die Form zu kalt, zieht sie an der Oberfläche Wärme ab, das Wachs erstarrt dort schneller als im Inneren. Beim weiteren Abkühlen schwindet das Volumen unterschiedlich stark, und der noch flüssige Kern sackt nach. Die Oberfläche fällt ein. Abhilfe: Form vor dem Guss gleichmäßig auf etwa 5 bis 10 Grad unter der Wachstemperatur erwärmen. Das geht mit einem Warmluftgebläse oder indem die Form einige Minuten in warmes Wasser gestellt wird.<br>
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Ein weiterer typischer Fehler ist die falsche Farbwahl. Zwei Töne mit sehr ähnlicher Helligkeit ergeben kaum sichtbare Adern. Ein starker Kontrast zwischen hell und dunkel arbeitet deutlicher, aber auch hier gilt: nicht mehr als zwei Töne verwenden. Ein dritter Ton bringt Unruhe, weil sich die Adern gegenseitig überlagern und die Oberfläche fleckig wirkt. Wer Transparenz möchte, arbeitet mit einem klaren Ton und einem pigmentierten Ton in derselben Basis.<br>
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Entscheidend ist die Reihenfolge und die Viskosität. Beide Farbtöne müssen eine ähnliche Konsistenz haben. Ein dünnflüssiger Ton läuft beim Eingießen sofort in den anderen und verwischt die Grenzen, während ein zu dicker Ton als zähe Klumpen stehen bleibt. Verdünnen lässt sich nur mit dem passenden Medium, nicht mit Wasser, sonst entstehen Schlieren und Wolken. Vor dem Gießen beide Chargen kurz aufschlagen, aber langsam, damit keine Luftblasen entstehen, die später als Löcher sichtbar werden.<br>
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Der erste Guss mit neuem Wachs ist oft ein Schock: Der Spiegel fällt unerwartet ab, obwohl die Temperatur stimmt und alles wie immer aussieht. Das hat nichts mit Zauberei zu tun, sondern mit physikalischen und chemischen Vorgängen, die sich beim Abkühlen abspielen. Wer sie kennt, kann den Fehler vermeiden und muss nicht jedes Mal von vorn beginnen.<br>
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Die Rolle von Schwindung und Gießtechnik Wachs schwindet beim Abkühlen um mehrere Prozent. Das ist normal, aber wenn der Guss zu schnell abkühlt oder zu dünn ausgeführt wird, entstehen Spannungen. Der Spiegel sinkt dann nicht gleichmäßig, sondern bildet einen Krater. Entscheidend ist, das Wachs nicht in einem Strahl direkt auf eine Stelle zu gießen, sondern langsam und kreisend. So verteilt sich die Wärme gleichmäßiger. Auch die Gießmenge spielt eine Rolle: Wird zu wenig Wachs nachgegossen, fehlt Material, um die Schwindung auszugleichen. Besser etwas mehr einfüllen und den Überschuss später abtrennen.