<span style="font-weight: bold;">Zuerst wird geprüft, wie</span> stark der Boden abweicht. Dazu stellt man das Gefäß auf eine ebene Platte, etwa eine Glasplatte oder eine saubere Fliese, und schiebt ein dünnes Lineal oder eine Karte unter den Rand. Wo das Lineal hängen bleibt, liegt eine Erhebung; wo Licht durchscheint, klafft eine Lücke. Diese Lücke lässt sich mit der Fühlerlehre abschätzen, aber ein Stück Papier genügt meist. Erst wenn die Höhe der Abweichung bekannt ist, wählt man das passende Ausgleichsmittel.<br>
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<img src="https://i.ytimg.com/vi/qQ4shhkPyc4/hq720.jpg" alt="Glatz Flex Roof - Produktvideo" style="max-width:400px;float:left;padding:10px 10px 10px 0px;border:0px;"><span style="font-weight: bolder;">Entgasen, Temperatur und</span> Werkzeug: die drei Hebel Entgasen ist der wirksamste Schritt, wird aber oft falsch gemacht. Ein kurzes Klopfen auf den Behälter reicht bei zähen Massen nicht aus. Besser ist es, den Behälter leicht schräg zu halten und mit einem flachen Werkzeug mehrmals vorsichtig auf die Wand zu klopfen, bis keine Bläschen mehr aufsteigen. Bei dünnflüssigen Materialien kann eine kurze Vakuumbehandlung helfen, doch Vorsicht: Zu starker Unterdruck zieht Lösungsmittel heraus und verändert die Rezeptur. Temperaturen über der vom Hersteller angegebenen Grenze beschleunigen das Aushärten, lassen aber Luft nicht entweichen – im Gegenteil, sie schließen sie schneller ein.<br>
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Das Werkzeug entscheidet ebenfalls. Borstenpinsel, raue Schwämme und poröse Rührstäbe halten Luft und geben sie erst an der Oberfläche wieder ab. Glatte Kunststoff- oder Metallwerkzeuge sind hier im Vorteil. Auch die Auftragsrichtung zählt: In einem Zug streichen statt hin und her zu streichen, reduziert die Zahl der eingeschlossenen Lufttaschen deutlich. Wer mehrere dünne Schichten aufträgt, hat weniger Blasen als bei einer dicken Schicht, weil jede Lage einzeln entgasen kann.<br>
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Was wirklich Kraft überträgt Ein Schraubendreher mit flacher Klinge ist ein effektiver Hebel, wenn das Wachs an einer Kante haftet. Die Klinge greift in den Spalt, der Griff dient als Hebelarm. Man sollte jedoch nicht mit dem Schraubendreher in weiches Wachs stechen, weil Kratzer entstehen. Besser ist es, den Schraubendreher nur an der Grenzfläche zwischen Wachs und Behälter anzusetzen. Ein zu dünner Schraubendreher verbiegt leicht, ein zu breiter passt nicht in den Spalt.<br>
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Wenn die Kerze direkt auf dem Teller steht, kann Wachs auf die Klebepunkte tropfen und sie verunreinigen. Dann hält der Teller beim nächsten Mal schlechter. Deshalb ist es besser, die Kerze in ein hitzefestes Glas oder einen kleinen Untersetzer zu stellen, der mit einem einzigen Klebepunkt auf dem Teller fixiert wird. So bleiben die äußeren Klebepunkte sauber und der Teller insgesamt stabil.<br>
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Ein Türkeil aus Holz ist ein unterschätzter Hebel für flache Formen. Man schiebt die dünne Seite in den Spalt und drückt den Keil weiter hinein. Die Keilwirkung ist stark, aber punktuell. Deshalb nur bei festen Wachsblöcken verwenden, nicht bei empfindlichen Oberflächen. Ein Keil aus Weichholz splittert schnell, Hartholz ist besser. Nach dem Gebrauch Wachsreste entfernen, sonst rutscht der Keil beim nächsten Mal.<br>
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<span style="font-weight: bold;">Nach dem Abbrennen der Kerze</span> lassen sich die Klebepunkte meist rückstandsfrei abziehen, wenn sie nicht überhitzt wurden. Bei hartnäckigen Rückständen hilft etwas Speiseöl und ein Kunststoffschaber. Wer den Teller wieder als Servierplatte nutzen will, sollte die Punkte vor dem Spülen entfernen, da sie in der Spülmaschine verklumpen können. Mit dieser Methode wird aus einem zu großen Teller ein sicherer, wiederverwendbarer Kerzenhalter – ohne Bohren, ohne Klemmen, ohne teures Zubehör.<br>
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Dichtmasse statt Unterlegscheiben Für kleine Unebenheiten bis zu etwa zwei Millimetern reicht eine dauerelastische Dichtmasse auf Silikon- oder Acrylbasis. Sie wird als dünne Raupe auf den trockenen, fettfreien Bodenrand aufgetragen und mit dem Finger oder einem Spatel glattgezogen. Wichtig ist, dass die Masse vollständig aushärtet, bevor das flüssige Wachs eingefüllt wird. Wer zu früh gießt, drückt die noch weiche Masse heraus und bekommt genau die Undichtigkeit, die vermieden werden sollte.<br>
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Für Einsteiger gilt: Mit Baumwolldochten lässt sich das Wachs leichter testen, weil sie verzeihender sind. Holzdochte lohnen sich, wenn das Knistern und eine breite Flamme gewünscht sind – aber nur mit passendem Wachs und regelmäßiger Pflege. Ein verbreiteter Fehler ist der Wechsel des Dochtmaterials, ohne die Wachsmenge anzupassen: Holzdochte ziehen mehr Wachs, deshalb muss der Docht entweder dicker oder das Gefäß kleiner gewählt werden. Wer beide Arten mischt, sollte getrennte Testkerzen gießen.<br>
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Wer eine Kerze gießt, unterschätzt oft die Entscheidung für den Docht. Zwei Materialien dominieren: Baumwolle und Holz. Beide verbrennen zuverlässig, verhalten sich aber so unterschiedlich, dass ein falsch gewählter Docht die gesamte Kerze ruiniert – durch Ruß, eine winzige Flamme oder ständiges Erlöschen.<br>
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Zwischen den Rollgängen kommt die Kerze immer wieder für einige Sekunden zurück ins warme Wasser. So bleibt das Wachs geschmeidig, ohne dass es zu weich wird. Ist die Kerze gerade, wird sie sofort in kaltes Wasser gelegt. Der Temperaturschock härtet das Wachs aus und hält die neue Form. Wer die Kerze an der Luft abkühlen lässt, riskiert, dass sie sich unter ihrem eigenen Gewicht wieder verzieht.