Zuerst wird das Gefäß vollständig entleert und mit einem trockenen Tuch ausgewischt. Danach lässt man es einige Stunden offen stehen, damit Restfeuchtigkeit verdunstet. Tritt danach erneut Feuchtigkeit auf, ohne dass Flüssigkeit eingefüllt wurde, liegt die Ursache außerhalb des Behälters. Dann prüft man Dichtungen, Deckel, Verschlüsse und eventuelle Anschlüsse. Eine undichte Dichtung ist der häufigste Grund für Feuchtigkeit im Innenraum.<br>
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Die Rolle von Schwindung und Gießtechnik Wachs schwindet beim Abkühlen um mehrere Prozent. Das ist normal, aber wenn der Guss zu schnell abkühlt oder zu dünn ausgeführt wird, entstehen Spannungen. Der Spiegel sinkt dann nicht gleichmäßig, sondern bildet einen Krater. Entscheidend ist, das Wachs nicht in einem Strahl direkt auf eine Stelle zu gießen, sondern langsam und kreisend. So verteilt sich die Wärme gleichmäßiger. Auch die Gießmenge spielt eine Rolle: Wird zu wenig Wachs nachgegossen, fehlt Material, um die Schwindung auszugleichen. Besser etwas mehr einfüllen und den Überschuss später abtrennen.<br>
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Beim Nachgießen wird das Wachs erhitzt und wieder flüssig. Dabei kann der Docht aufschwimmen, zur Seite kippen oder sich leicht neigen. Auch wenn er vorher mittig saß: Die Bewegung des flüssigen Wachses reicht, um ihn aus der Achse zu drücken. Dazu kommt, dass neues Wachs anders schwindet als das alte. Beim Abkühlen zieht sich das Material zusammen, und der Docht wird mitgezogen. Wer nicht nachjustiert, stellt später fest, dass die Flamme schief steht oder der Docht nach dem ersten Abbrand seitlich im Wachs versinkt.<br>
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Feuchte Stellen im Inneren eines Gefäßes sind kein bloßes Schönheitsproblem. Sie zeigen an, dass irgendwo Wasser eindringt oder nicht entweichen kann. Wird nichts unternommen, breitet sich die Feuchtigkeit aus, und mit ihr Schimmel, Rost oder Fäulnis. Die Ursache lässt sich meist in wenigen Schritten eingrenzen. Wichtig ist, nicht nur die sichtbare Stelle zu behandeln, sondern den Weg des Wassers zu finden.<br>
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Die richtige Menge Trennmittel entscheidet Trennmittel wird oft zu reichlich aufgetragen, nach dem Motto: viel hilft viel. Das Gegenteil ist der Fall. Eine dünne, gleichmäßige Schicht reicht aus. Sprühflaschen aus zu großer Entfernung oder mit zu langem Sprühstoß legen das Mittel als dicke Tropfen ab, die in den Kanten zusammenlaufen. Besser ist es, in kurzen Stößen aus etwa 20 bis 25 Zentimetern Abstand zu arbeiten und die Form danach leicht auszublasen oder mit einem fusselfreien Tuch abzuwischen. Überschüssiges Trennmittel in den Ecken lässt sich mit einem Wattestäbchen gezielt entfernen.<br>
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Typische Fehler sind: zu starkes Reinigen mit scharfen Mitteln, die Dichtungen porös machen; das Verschließen eines noch feuchten Gefäßes; das Ignorieren kleiner Undichtigkeiten über Wochen. Auch das Aufstellen in kalten Räumen ohne Luftzirkulation begünstigt Feuchtigkeit. Wer das Gefäß dicht verschließt, obwohl es innen noch feucht ist, züchtet Schimmel geradezu. Ebenso falsch ist es, Feuchtigkeit mit Hitze austreiben zu wollen, wenn das Material empfindlich ist.<br>
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Der erste Guss mit neuem Wachs ist oft ein Schock: Der Spiegel fällt unerwartet ab, obwohl die Temperatur stimmt und alles wie immer aussieht. Das hat nichts mit Zauberei zu tun, sondern mit physikalischen und chemischen Vorgängen, die sich beim Abkühlen abspielen. Wer sie kennt, kann den Fehler vermeiden und muss nicht jedes Mal von vorn beginnen.<br>
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Bei sichtbaren Schimmelflecken reicht Abwischen nicht aus. Die Sporen sitzen tief in porösen Oberflächen. Alkoholhaltige Reiniger töten zwar oberflächliche Sporen, erreichen aber nicht das Innere von Gipskarton oder Putz. Ist die Fläche größer als ein Handteller oder riecht es muffig, muss der betroffene Bereich geöffnet und getrocknet werden. Ein Bautrockner mit Feuchtigkeitsmessung zeigt, wann das Mauerwerk wirklich trocken ist. Erst dann kann neu gestrichen oder verputzt werden.<br>
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Nach dem Entfernen der Wachsreste bleibt oft ein feiner Grauschleier aus Kerzenruß und Staub. Hier hilft ein weiches Mikrofasertuch, das Sie mit lauwarmem Wasser leicht anfeuchten. Tupfen Sie die Stelle ab, statt zu reiben. Bei starken Verschmutzungen geben Sie einen Tropfen pH-neutrales Spülmittel ins Wasser. Reiben Sie danach mit klarem Wasser nach und lassen Sie den Mantel an der Luft trocknen. Keinen Föhn verwenden, weil Hitze die Fasern versiegelt und den Staub erneut einbrennt.<br>
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Nach dem Guss ist Geduld wichtiger als Werkzeug. Das Werkstück darf vollständig abkühlen, bevor es entformt wird. Wer zu früh zieht, reißt Wachs aus den Kanten und hinterlässt Ränder, die sich kaum noch korrigieren lassen. Beim Entformen nicht hebeln, sondern gleichmäßig und langsam lösen. Bleiben trotz sorgfältiger Vorbereitung leichte Spuren, lassen sie sich mit einem weichen Radiergummi oder einem in warmes Wasser getauchten Tuch abnehmen. Scharfe Klingen oder Lösungsmittel sind dafür ungeeignet, weil sie die Oberfläche angreifen und neue Fehler erzeugen.