Verdunkelung, die tagsüber zu viel Wärme staut

Fensterlaibungen und -stürze sind ebenfalls anfällig. Hier reicht oft eine dünne Dämmung der Laibung mit einer Hartschaumplatte, die man auf die Innenseite klebt und verspachtelt. Bei Balkonplatten, die in den Raum hineinragen, hilft nur eine Dämmung von außen oder eine Trennung der Platte vom Mauerwerk. Das ist aufwendig und sollte fachlich begleitet werden. Ein häufiger Fehler: Man dämmt nur teilweise oder verwendet Materialien, die Feuchtigkeit einschließen. Dämmstoffe müssen diffusionsoffen sein, damit Feuchtigkeit entweichen kann. Sonst droht Schimmel hinter der Dämmung.<br> <br> <br> <br> Die vierte Lösung ist eine Kork- oder Holzplatte, die passgenau vor das Fenster gesetzt wird. Sie verdunkelt vollständig und dämmt zusätzlich Schall, was in lauten Wohnlagen ein Vorteil ist. Nachteil: Sie muss abgenommen werden, um zu lüften, und ohne Lüftung entsteht schnell Schimmel an der Fensterlaibung. Wer so eine Platte nutzt, sollte mindestens zweimal täglich für einige Minuten stoßlüften.<br> <br> <br> <br> Wände, Decken und was dahinter lie<br> <br> <br> <br> Einfache Maßnahmen mit geringem Aufwand: Heizkörpernischen mit Aluminiumfolie oder dünnen Dämmplatten auskleiden. Rollladenkästen mit selbstklebenden Dämmstreifen von innen bekleben. Undichte Fensterfugen mit Dichtungsbändern verschließen. Kalte Innenwände hinter Schränken mit einer Lage Dämmtapete versehen. Bei allen Arbeiten gilt: Vorher prüfen, ob die Stelle überhaupt eine Wärmebrücke ist. Nicht jede kalte Wand ist eine Wärmebrücke – manchmal ist einfach die Heizung falsch eingestellt oder es wird zu wenig gelüftet. Stoßlüften statt Fenster kippen beugt Feuchtigkeit vor.<br> <br> <br> <br> Die dritte Alternative sind Magnetfolien oder -rahmen. Sie haften auf metallischen Fensterrahmen von selbst und lassen sich zum Lüften einfach zur Seite klappen. Bei Kunststoffrahmen braucht man zusätzliche Klebepads, die regelmäßig erneuert werden müssen. Achten sollte man darauf, dass die Magnete stark genug sind – zu schwache halten den Stoff nicht, und die Verdunkelung rutscht in der Nacht herunter.<br> <br> <br> <br> <img src="https://www.freepixels.com/class=" style="max-width:450px;float:right;padding:10px 0px 10px 10px;border:0px;">Wer sein Schlafzimmer verdunkeln will, greift fast automatisch zu Vorhang oder Rollo. Dabei gibt es mindestens fünf Alternativen, die teilweise besser abdunkeln, weniger Staub fangen oder sich leichter nachrüsten lassen. Der häufigste Fehler dabei: nur auf die Lichtdichtigkeit zu achten und zu vergessen, dass jedes Material auch Wärme speichert oder reflektiert. Wer im Sommer tagsüber komplett abdunkelt, heizt den Raum zusätzlich auf, weil die Wärme nicht mehr entweichen kann.<br> <br> <br> <br> Entscheidend ist nicht die sichtbare Nässe, sondern die Zeit, in der Feuchtigkeit im Stoff bleibt. Textilfasern nehmen Wasserdampf aus der Luft auf und geben ihn langsam wieder ab. Baumwolle und Wolle können dabei bis zu einem Drittel ihres Eigengewichts an Wasser binden, ohne sich nass anzufühlen. Wird die Kleidung nicht vollständig getrocknet, bevor sie wieder in den offenen Bereich kommt, startet der nächste Duschgang mit bereits feuchtem Material. Über Wochen entsteht so ein dauerhaft erhöhter Feuchtegehalt, der Schimmel begünstigt und Fasern spröde macht.<br> <br> <br> <br> Statt nach Kategorien zu sortieren, hilft eine einfache zeitliche Regel: Alles, was in zwölf Monaten nicht benutzt wurde, wird nicht mehr benutzt. Ausnahmen sind Werkzeug, Dokumente und Saisonkleidung – aber nur, wenn sie tatsächlich einmal pro Jahr zum Einsatz kommen. Typischer Fehler: Dinge für „irgendwann" oder „für den Fall" behalten. Dieser Fall tritt selten ein, und wenn doch, ist der Gegenstand meist günstiger neu beschafft als jahrelang gelagert. Wer unsicher ist, packt die Kandidaten in eine Kiste mit Datum und öffnet sie nach einem halben Jahr. Was dann noch unangetastet ist, darf gehen.<br> <br> <br> <br> Die fünfte und oft unterschätzte Variante ist eine Außenverdunkelung, etwa ein Rollladen oder eine Markise mit lichtdichtem Tuch. Von außen angebracht bleibt die Wärme draußen, statt sich zwischen Stoff und Scheibe zu stauen. Das ist der entscheidende Unterschied zu allen Innenlösungen. Wer keinen Rollladen nachrüsten kann, sollte zumindest prüfen, ob eine Außenjalousie mit dichten Lamellen möglich ist – der Effekt ist deutlich besser als jede noch so dicke Innverdunkelung.<br> <br> <br> <br> Klettband, Magnete und Kork: drei unterschätzte Lösungen Die zweite Möglichkeit ist ein lichtdichter Stoff, der mit Klettband direkt am Fensterrahmen befestigt wird. Das ist deutlich günstiger als eine komplette Verdunkelungsanlage und lässt sich in wenigen Minuten montieren. Der Stoff sollte schwer genug sein, damit er nicht durchhängt, und an den Rändern überlappen, sonst bleibt ein schmaler Lichtstreifen. Typischer Fehler: das Klettband auf die Tapete kleben statt auf den Rahmen – beim Abziehen reißt die Tapete mit.<br> <br> <br> <br> Die erste Alternative ist eine Verdunkelungsfolie, die direkt auf die Glasscheibe geklebt wird. Sie lässt sich mit einem Rakel und etwas Spülwasser blasenfrei anbringen, ist von außen kaum sichtbar und verdunkelt je nach Typ fast vollständig. Wichtig: Vor dem Aufkleben die Scheibe gründlich entfetten, sonst lösen sich die Ränder nach wenigen Wochen. Wer zur Miete wohnt, sollte prüfen, ob sich die Folie rückstandsfrei wieder abziehen lässt – manche Kleber hinterlassen Schlieren, die nur mit Spezialreiniger weggehen.