Bei den Maßen gilt: Die Rückwand muss bis zur Unterkante der Oberschränke reichen, sonst bleibt ein Streifen Wand frei, der Fett aufnimmt. Zwischen Arbeitsplatte und Hängeschränken sind meist 50 bis 60 Zentimeter üblich. Messen Sie an mehreren Stellen – Wände sind selten gerade, Ecken selten im rechten Winkel. Wer nur einmal in der Mitte misst, bekommt später Spalten oder muss nachschneiden. Zuschnitt und Montage sollten erst nach dem Aufbau der Küche erfolgen, nicht vorher.<br>
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Erst messen, dann kleben – nicht umgekeh<br>
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Der Wandfuß entscheidet über Spalten und Kanten Im Altbau sind Böden selten eben und Wände selten im Lot. Wer neue Sockelleisten einfach auf den Boden legt und an die Wand drückt, produziert zwangsläufig Spalten. Zwei Wege sind üblich: Entweder man gleicht Unebenheiten mit einer dünnen Ausgleichsleiste oder man arbeitet mit flexiblen Leisten, die sich an leichte Krümmungen anpassen. Bei stark welligen Wänden hilft es, den Verlauf vorher mit einer Schnur zu spannen und die Leisten daran auszurichten, statt Stück für Stück der Wand zu folgen.<br>
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<span style="font-weight: 600;">Die Höhe der Rückwand</span> <span style="font-weight: bolder;">richtet sich nach der</span> Arbeitsplatte und den Oberschränken, nicht nach einem Standardmaß. Üblich sind 50 bis 60 Zentimeter zwischen Arbeitsfläche und Unterkante der Hängeschränke, doch bei einer Dunstabzugshaube oder einem hohen Wasserhahn kann mehr nötig sein. Wird die Rückwand bis zur Decke gezogen, entsteht eine optisch ruhige Fläche, die aber teurer und aufwendiger zu montieren ist. Wichtig ist, Steckdosen und Schalter vorher festzulegen. Jede Aussparung muss exakt sitzen, sonst bleibt ein Spalt, der Feuchtigkeit zieht. Ein häufiger Fehler: Die Rückwand wird erst nach dem Verputzen geplant, obwohl Leitungen und Dosen bereits liegen. Besser ist es, die Wand vor dem Verfliesen oder Verkleben exakt zu prüfen und Unebenheiten auszugleichen.<br>
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Beim Ansetzen die Bahn an der Kante der vorherigen ausrichten, nicht überlappen. Von der Mitte nach außen glatt streichen, mit einer Tapezierbürste oder einem Rakel. Nicht zu fest drücken, sonst quetscht man Kleister heraus und die Struktur wird platt. Die Naht mit einer Nahtrolle andrücken, aber nur leicht. Zu starkes Rollen drückt Kleister heraus, der später als glänzender Streifen sichtbar bleibt. Überstehenden Kleister sofort mit feuchtem Schwamm abwischen, nicht erst trocknen lassen.<br>
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Beim Befestigen haben sich zwei Methoden bewährt: Kleben oder Schrauben mit Dübeln. Kleben ist schneller, setzt aber einen tragfähigen, staubfreien Untergrund voraus. Schrauben hält dauerhaft, hinterlässt aber sichtbare Köpfe, die verspachtelt werden müssen. In Feuchträumen und auf unebenen Böden ist die Schraubmontage meist die sicherere Wahl. Typische Fehler sind zu wenig Befestigungspunkte, ein zu großer Abstand zur Wand und das Verlegen über Dehnungsfugen hinweg, die später aufreißen.<br>
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Alte Sockelleisten im Altbau sind selten nur eine Frage der Optik. Sie sitzen oft schief, haben Risse, sind mehrfach überstrichen und verdecken dahinterliegende Fugen, die niemand mehr sauber schließen kann. Wer sie erneuert, muss nicht die ganze Wohnung aufreißen. Entscheidend ist, vorher den Untergrund zu prüfen und die Reihenfolge der Arbeiten einzuhalten.<br>
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Am Ende zählt nicht die Optik, sondern der Lauf. Eine Schiebetür, die leicht gleitet, sauber schließt und den Schall wenigstens etwas dämpft, erfüllt ihren Zweck. Wer sich die Zeit für genaues Messen, eine tragfähige Befestigung und die richtige Reihenfolge nimmt, spart sich später das Nachjustieren. Wer hastig arbeitet, zahlt den Preis mit einer Tür, die nach drei Monaten hängt.<br>
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Zuerst werden die alten Leisten entfernt. Dafür eignet sich ein flacher Stemmeisen oder ein Kuhfuß, den man vorsichtig hinter die Leiste setzt und mit sanftem Hebelweg arbeitet. Bei Altbauwänden ist Vorsicht geboten: Putz kann großflächig abplatzen, besonders an Außenwandecken und unter Fensterbänken. Lose Putzreste werden abgeschlagen, der Staub abgesaugt. Erst danach lässt sich beurteilen, ob der Wandfuß gerade genug für neue Leisten ist.<br>
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Vor dem Kauf steht das Messen. Entscheidend sind nicht nur die lichte Breite der Öffnung, sondern auch die Wandhöhe, die Beschaffenheit des Mauerwerks und mögliche Stolpersteine wie Heizkörper, Lichtschalter oder Türzargen. Eine Schiebetür braucht oberhalb der Öffnung eine durchgehende, tragfähige Laufschiene. Bei Trockenbauwänden muss diese Schiene an den Ständern befestigt werden, nicht einfach an der Beplankung. Wer hier pfuscht, hört nach wenigen Wochen ein Knacken und sieht die Schiene durchhängen.<br>
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Nach dem Anbringen werden Fugen zur Wand mit Acryl geschlossen, das überstreichbar ist. Silikon ist hier falsch, weil es nicht überstrichen werden kann und Staub anzieht. Acryl dünn abziehen, nicht mit dem Finger, sondern mit einem Fugenglätter oder einem feuchten Schwamm. Zum Schluss werden die Leisten gestrichen, am besten vor dem endgültigen Verschließen der Fugen, damit Farbränder nicht sichtbar bleiben. Wer diese Reihenfolge einhält, bekommt gerade Kanten, dichte Anschlüsse und eine ruhige Optik – ohne die Wohnung zur Baustelle zu machen.