Die Vorbereitung des Untergrunds entscheidet über die Haltbarkeit der neuen Oberflächen. Fliesenkleber haftet nicht auf alten Farb-, Silikon- oder Gipsresten. Die Fläche muss grundiert, gespachtelt und je nach Saugverhalten vorbehandelt werden. Besonders in der Dusche ist eine Gefälleprüfung zum Abfluss unumgänglich: Steht Wasser in der Ecke, liegt das meist an einem zu geringen Gefälle von weniger als einem Prozent. Diesen Fehler korrigiert man später nur durch komplettes Herausnehmen des Bodens.<br>
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Wer in einer Mietwohnung wohnt, kennt das Problem: Ein Bild, ein Regal oder eine Gardinenstange soll an die Wand, aber ein Loch in der Wand bedeutet beim Auszug Streit über die Kaution. Die gute Nachricht ist, dass es für fast jede Situation eine Lösung ohne Bohren gibt. Die schlechte Nachricht: Nicht jede Lösung hält auch, was sie verspricht. Entscheidend ist, wie schwer der Gegenstand ist, wie die Wand beschaffen ist und wie lange die Befestigung halten muss.<br>
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Zuerst muss die Wand bestimmt werden. Eine Betonwand trägt andere Lasten als eine Gipskartonwand, und eine verputzte Wand verhält sich wieder anders. Klopfen hilft: Klingt die Wand hohl, handelt es sich meist um Trockenbau oder eine dünne Putzschicht auf Hohlraum. Klingt sie dumpf und fest, ist es Massivbau. Diese Unterscheidung ist wichtiger als der Preis des Befestigungssystems, denn ein noch so teurer Klebehaken fällt von einer Raufaserwand genauso schnell ab wie ein billiger.<br>
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Zuerst wird die geplante Unterkante der Decke an allen Wänden mit einem Laser oder einer Schlauchwaage markiert. Von dieser Linie aus ergibt sich die Höhe der Unterkonstruktion. Als Faustregel gilt: Bei einer einfachen Abhängung mit Direktabhängern reichen wenige Zentimeter, bei einer abgehängten Unterkonstruktion mit CD-Profilen und Abhängern kommen je nach Spannweite und gewünschter Dämmung schnell zehn bis zwanzig Zentimeter zusammen. Wer hier zu knapp plant, bekommt später Probleme mit Einbauleuchten oder Kabelkanälen. Die Randfuge zur Wand wird nicht starr ausgeführt, sondern mit einem elastischen Anschluss, damit Bewegungen im Bauwerk keine Risse erzeugen.<br>
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Die richtige Reihenfolge entscheidet über die Kosten Bewährt hat sich diese Abfolge: zuerst Dach und Fassade, dann Fenster, dann Innenausbau, zuletzt Heizung und Elektrik. Dach und Fassade schützen das Gebäude vor weiterem Wassereintrag. Sind sie dicht, können Innenräume trocknen. Fenster mit guter Dämmung reduzieren Wärmeverluste, dürfen aber nicht zu einer luftdichten Hülle führen, solange die Wände noch Feuchtigkeit abgeben. Wer zuerst innen dämmt und außen nichts tut, holt sich Schimmel in die Ecken.<br>
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Für die Rutschfestigkeit zählt die richtige Belagswahl. Nicht jeder Bodenbelag ist für Treppen geeignet. Geeignet sind Materialien mit einer rutschhemmenden Oberfläche, die auch bei Nässe griffig bleibt. Die Kennzeichnung erfolgt über Rutschklassen, die je nach Einsatzbereich ausgewählt werden. Im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses gelten höhere Anforderungen als in einem privaten Einfamilienhaus. Wer hier falsch wählt, haftet im Schadensfall. Entscheidend ist auch die Verlegung: Der Belag muss vollflächig verklebt werden, nicht nur punktuell. Hohlräume führen zu Bewegung und damit zu Stolperfallen.<br>
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Kleben, Klemmen, Einhängen: die drei Grundprinzipien Klebemontage funktioniert am besten auf glatten, tragfähigen Oberflächen wie Fliesen, Glas, lackiertem Holz oder Metall. Vor dem Anbringen die Fläche gründlich von Fett und Staub befreien, am besten mit einem Reinigungsalkohol. Nach dem Aufkleben die Klebemasse mindestens einige Stunden aushärten lassen, bevor der Gegenstand eingehängt wird. Ein häufiger Fehler ist, den Haken sofort zu belasten. Wer das tut, riskiert, dass die Verbindung nicht vollständig aushärtet und unter Last nachgibt.<br>
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Am Ende bleibt die Frage, ob sich der Aufwand lohnt. Ein Altbau mit guter Substanz bietet oft größere Räume, dickere Wände und einen Charakter, den ein Neubau nicht erreicht. Entscheidend ist, ob die Sanierung schrittweise erfolgen kann, ohne dass jeder Schritt den nächsten blockiert. Wenn das gelingt, ist der Altbau keine Last, sondern eine solide Basis.<br>
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Zuerst steht die Prüfung der Abdichtung. In Duschnischen und im Bodenbereich um Abflüsse ist eine Verbundabdichtung nach den anerkannten Regeln der Technik Pflicht, sobald Fliesen entfernt oder neue Sanitärobjekte gesetzt werden. Die alte Abdichtung lässt sich fast nie zuverlässig erhalten, weil sie beim Abstemmen beschädigt wird. Typischer Fehler: Es wird nur punktuell nachgedichtet, obwohl die Fläche vollständig neu aufgebaut werden muss. Ebenso häufig wird die Dichtebene nicht mit dem Untergrund verklebt, sodass sich dahinter Wasser sammeln kann.<br>
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Ein häufiger Fehler ist die Unterschätzung des Zeitaufwands. Eine schrittweise Sanierung dauert bei einem Einfamilienhaus realistisch zwei bis vier Jahre, wenn man berufstätig ist. Wer in dieser Zeit im Haus wohnt, muss mit Staub, Lärm und Provisorien leben. Besser ist, den Einzug erst nach Abschluss der staubintensiven Arbeiten zu planen. Wer handwerklich begabt ist, kann viel selbst machen – aber Statik, Elektrik und Dach sollten Fachleute übernehmen.