Wenn die Wanne keinen Spritzschutz hat: drei Lösungen im Vergleich

Die Glaswand ist die dauerhafteste, aber auch die aufwendigste Lösung. Sie wird entweder mit Wandhaltern verschraubt oder – bei manchen Modellen – mit Klemmprofilen auf dem Wannenrand fixiert. Für die Montage muss die Wand lotrecht sein. Eine schiefe Wand führt dazu, dass die Glaswand nicht schließt und das Wasser seitlich austritt. Vor dem Bohren gilt: Die Wannenränder sind oft nicht waagerecht, deshalb die Höhe mit einer Wasserwaage prüfen und eventuell mit Unterlegscheiben ausgleichen. Ein typischer Fehler ist das Bohren ohne vorherige Prüfung auf Leitungen und ohne geeigneten Fliesenbohrer. Das Glas selbst sollte eine Mindeststärke haben, damit es stabil bleibt; bei stark frequentierten Duschen lohnt sich eine Beschichtung, die Kalk abweist. Wer sich für eine feste Glaswand entscheidet, muss außerdem beachten, dass sie beim Reinigen mehr Aufwand bedeutet als ein Vorhang, weil sich Wasserflecken auf dem Glas schneller zeigen.<br> <br> <br> <br> Ein zentrales System verlangt eine Basisstation, die per Netzwerkkabel oder Funk mit dem Router verbunden wird. Danach werden die Thermostate an den Heizkörpern montiert und über die Zentrale angelernt. Der Vorteil: Alle Geräte sprechen miteinander, Zeitpläne gelten für das ganze Haus, und Fenster-offen-Erkennung lässt sich zentral aktivieren. Der Nachteil: Fällt die Zentrale aus, stehen alle Heizkörper still. Deshalb sollte die Basis an einer unterbrechungsfreien Stromversorgung hängen oder zumindest nicht an einer schaltbaren Steckdose.<br> <br> <br> <br> Typische Fehler sind das Entlüften bei laufender Pumpe, das zu schnelle Schließen des Ventils und das Justieren nach Gefühl statt nach Berechnung. Ebenfalls häufig: Nach dem Entlüften wird vergessen, den Druck zu kontrollieren, und die Anlage zieht Luft über undichte Stellen. Wer die Voreinstellung verändert, ohne die Heizlast zu kennen, macht einen Raum zu kalt und einen anderen zu warm. Das lässt sich nur durch erneutes Abgleichen korrigieren.<br> <br> <br> <br> Nach der Montage bleibt die Kontrolle. Alle paar Monate sollten die Schrauben auf festen Sitz geprüft werden, besonders bei Hohlraumdübeln. Seifenschaum und Feuchtigkeit greifen mit der Zeit die Oberfläche an, deshalb den Halter regelmäßig abwischen und nicht mit scheuernden Mitteln behandeln. Wenn der Halter wackelt, nicht einfach fester drehen, sondern die Ursache suchen: meistens sitzt der Dübel nicht richtig oder das Loch ist ausgeleiert. Ein neues, versetztes Loch mit passendem Dübel ist die saubere Lösung, auch wenn die alte Stelle dann verschlossen werden muss.<br> <br> <br> <br> Zuerst wird die Wand geprüft. Massivziegel, Beton und Kalksandstein tragen schwere Lasten mit normalen Dübeln. Trockenbauwände aus Gipskarton brauchen Hohlraumdübel, deren Spreizflügel sich hinter der Platte abstützen. Bei dünnen Platten unter zwölf Millimetern oder stark beanspruchten Haltern lohnt es sich, eine Querlatte aus Holz hinter der Wand zu verschrauben oder einen Balken zu suchen. Ein einfacher Klopftest unterscheidet hohl klingende Leichtbauwände von massivem Mauerwerk. Fliesen dürfen nicht mit dem Schlagbohrer bearbeitet werden, weil die Glasur ausbricht.<br> <br> <br> <br> Ein häufiger Fehler ist die falsche Dübelgröße: Ein Dübel, der locker im Loch sitzt, hält nichts. Der Bohrdurchmesser muss exakt zum Dübel passen, das Loch etwas tiefer als der Dübel lang ist. In porösen Wänden kann es helfen, das Loch vor dem Einsetzen des Dübels von Staub zu befreien. Bei Fliesen ist ein zu großer Druck schädlich, bei Gipskarton ein zu schnelles Bohren. Wer die Schraube zu fest anzieht, reißt den Dübel aus dem Untergrund. Nach dem Anbringen sollte der Halter mit leichtem Zug geprüft werden, bevor Handtücher daran hängen.<br> <br> <br> <br> Der Duschvorhang ist die einfachste Nachrüstung. Benötigt wird eine Stange, die entweder zwischen zwei Wänden klemmt oder an der Decke verschraubt wird. Beim Kauf zählt die Breite: Die Stange sollte mindestens so lang sein wie die Duschkante, besser einige Zentimeter länger, damit der Vorhang nicht nach innen gezogen wird. Als Material eignet sich Polyester mit Gewichten im Saum, damit der Vorhang nicht flattert. Der größte Fehler: Die Stange nur auf einer Seite festzuklemmen. Auf glasierten Fliesen hält ein Klemmmechanismus oft schlechter als erwartet, dann rutscht die Stange mitten beim Duschen herunter. Wer keine Löcher bohren will, sollte auf eine Deckenstütze mit Gummiauflage achten. Ein weiteres Problem ist die Hygiene: Ein Vorhang aus Kunststoff trocknet schlechter und riecht nach einigen Wochen muffig. Ein Modell aus waschbarem Gewebe lässt sich bei Bedarf in die Maschine geben.<br> <br> <br> <br> Zum Schluss: Streichen oder ölen Sie die Kanten, bevor Sie den Schrank aufhängen. Unbehandelte Schnittkanten quellen im feuchten Raum auf. Ein Anstrich mit Acrylfarbe auf Wasserbasis trocknet schnell und lässt sich später ausbessern. Wer sich die Arbeit sparen will, nimmt durchgefärbte Platten – doch die Kanten brauchen trotzdem eine Versiegelung. Rechnen Sie mit einem halben Tag Arbeit für einen Korpus von 40 mal 30 mal 60 Zentimetern, inklusive Trockenzeit der Farbe.