Die richtige Fuge aufbauen statt nur zuschmier<br>
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Erst prüfen, dann dichten – die Reihenfolge entscheidet Zunächst wird der Schacht komplett freigelegt, mindestens bis zur unteren Kante des Schachtes, besser bis zur Fundamentoberkante. Die Fuge zwischen Schachtkörper und Mauerwerk wird einige Zentimeter tief ausgekratzt, von losen Putzresten, Mörtel und Erde befreit und mit Druckluft gereinigt. Erst danach folgt eine dauerelastische Fugenabdichtung, die auf feuchtem Untergrund haftet und Bewegungen zwischen Schacht und Wand aufnimmt. Starre Mörtelfugen reißen genau dort wieder auf, wo sie gebraucht werden. Wer die Fuge nur von innen überstreicht, verschiebt das Problem um wenige Wochen.<br>
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<img src="https://www.freepixels.com/class=" style="max-width:430px;float:left;padding:10px 10px 10px 0px;border:0px;">Ein feuchter Keller entsteht selten durch eine einzige Ursache. Der Lichtschacht vor dem Kellerfenster ist jedoch ein typischer Schwachpunkt. Er sammelt Regenwasser, Laub und Schmutz, und wenn die Ableitung verstopft ist, drückt das Wasser durch die Fugen in den Keller. Wer das Problem dauerhaft lösen will, muss zwei Dinge trennen: das Abdichten gegen Spritzwasser und das Entwässern von eindringendem Wasser. Beide Maßnahmen greifen ineinander, ersetzen sich aber nicht.<br>
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Ein Lichtschacht, der Wasser in den Keller lässt, ist meistens kein Problem der Wand, sondern der Anschlüsse. Bevor irgendetwas abgedichtet wird, muss klar sein, wo das Wasser herkommt: läuft es an der Hauswand herunter, drückt es von unten durch die Sohle, oder steht es im Schacht selbst und sucht sich den Weg durch die Fuge zwischen Schacht und Mauerwerk. Diese Unterscheidung entscheidet über die richtige Lösung, denn eine Abdichtung von innen gegen drückendes Wasser funktioniert nicht.<br>
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Typische Fehler: zu wenige Abhänger an den Rändern, Befestigung nur im Putz statt im tragenden Untergrund, fehlende Randabstände zum Mauerwerk und das Versäumnis, die Konstruktion vor der Beplankung auf Höhe zu kontrollieren. Auch das direkte Anschrauben der Profile an die Rohdecke ohne Abhänger ist eine häufige Unsicherheit – dabei wird jede Unebenheit der Rohdecke auf die neue Decke übertragen. Wer diese Punkte beachtet, erhält eine stabile, ebene Unterkonstruktion, die auch Leuchten und Revisionsklappen sicher trägt.<br>
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So prüft man den Zustand, bevor etwas herausfällt Öffne den Flügel und prüfe die Scharniere mit der Hand. Wackelt der Flügel spürbar, ohne dass sich der Rahmen bewegt, sind die Scharnierschrauben locker oder das Holz ist weich. Ziehe die Schrauben vorsichtig nach – aber nur mit Gefühl, damit das Gewinde im Rahmen nicht durchdreht. Sitzt eine Schraube hohl, hilft ein längerer oder dickerer Ersatz. Prüfe außerdem die Dichtung: Ist sie spröde oder gerissen, kann Wasser eindringen und die Verankerung langfristig zerstören. Ein Blick auf die Eckverbindungen des Rahmens zeigt, ob sich dort Risse gebildet haben.<br>
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Für die Flächenabdichtung des Schachtes außen eignen sich mineralische Dichtungsschlämme oder Bitumenbahnen, je nach Beanspruchung. Entscheidend ist der Anschluss an die Gebäudeabdichtung: Die Dichtungsebene des Schachtes muss mit der der Kellerwand überlappen, sonst bleibt ein Ring offen, durch den Sickerwasser eindringt. Typischer Fehler: Die Abdichtung endet am oberen Schachtende, und das Regenwasser läuft zwischen Schacht und Wand direkt in die Fuge. Deshalb wird die Dichtung bis über die Geländeoberkante geführt und mit einer Klemm- oder Anschlussleiste gegen Abrutschen gesichert.<br>
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Das Einbringen erfolgt mit einer Injektionspumpe oder einer Handpresse. Der Druck darf nicht zu hoch sein, sonst spritzt das Material aus den Fugen und verteilt sich ungleichmäßig. Bei zu niedrigem Druck dringt die Flüssigkeit nicht tief genug ein. Nach dem Setzen der Injektion müssen die Bohrlöcher verschlossen werden, meist mit einem passenden Mörtel oder Quellmörtel. Danach folgt eine Trocknungsphase von mehreren Wochen. In dieser Zeit darf die Wand nicht gestrichen oder verputzt werden. Wer zu früh weiterarbeitet, schließt die Feuchtigkeit ein und der Effekt ist dahin.<br>
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Zur Entwässerung gehört mehr als eine Drainageleitung. Am tiefsten Punkt des Schachtes wird ein Ablauf mit Geruchsverschluss und Rückstausicherung gesetzt, der entweder in die Drainage oder in einen Pumpenschacht führt. Ein einfacher Sickerablauf ohne Rückstauklappe ist bei starkem Regen nutzlos, weil das Wasser aus der Drainage zurück in den Schacht steigt. Wer keinen Kanalanschluss hat, braucht eine kleine Tauchpumpe mit Schwimmerschalter, deren Druckleitung mit Gefälle nach außen geführt wird. Die Leitung darf nicht im Frostbereich waagerecht verlaufen, sonst platzt sie im Winter.<br>
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Die Drainage selbst besteht aus einer Rigole aus Kies oder Splitt, in die ein Drainagerohr mit Gefälle zum nächsten Sinkkasten oder zur Versickerung gelegt wird. Das Rohr wird mit einem Filtervlies umhüllt, damit sich die Poren nicht mit Feinteilen zusetzen. Ohne Vlies ist die Drainage nach wenigen Jahren wirkungslos. Kontrollschächte an den Ecken erleichtern die spätere Reinigung mit dem Schlauch. Die Drainage darf nicht höher liegen als die Schachtsohle, sonst staut sich das Wasser und läuft wieder in den Keller.