Eine Auflage schützt die Matratze vor Feuchtigkeit nur dann zuverlässig, wenn sie Feuchtigkeit gar nicht erst durchlässt und darunter Luft zirkulieren kann. Wer eine wasserdichte Folie direkt auf die Matratze legt, verhindert zwar, dass Schweiß eindringt, staut aber die Feuchtigkeit darunter. Das Ergebnis ist ein feuchtes Matratzenpolster, in dem sich Schimmel bildet. Entscheidend ist deshalb nicht allein die Dichtheit, sondern der Aufbau aus mehreren Lagen.<br>
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Die Lebensdauer hängt stark von der Pflege ab. Federkissen sollten mindestens zweimal im Jahr gewaschen werden, idealerweise bei 60 Grad, damit Milben und Hautschuppen entfernt werden. Anschließend gründlich trocknen, am besten mit Trocknerbällen, damit die Federn wieder aufgelockert werden. Schaumstoffkissen dürfen dagegen meist nicht in die Waschmaschine – der Bezug kann abgezogen und gewaschen werden, der Kern nur von Hand mit lauwarmem Wasser und mildem Reinigungsmittel. Ein häufiger Fehler ist, Schaumstoffkissen in den Trockner zu geben: Die Hitze zerstört die Zellstruktur dauerhaft, und das Kissen ist danach platt wie ein Pfannkuchen.<br>
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Bei einer breiten Matratze gibt es diesen Spalt nicht. Dafür wiegt sie deutlich mehr, lässt sich schlechter wenden und ist teurer im Austausch. Wer nach Jahren eine Kuhle hat, muss die komplette Fläche ersetzen. Zudem müssen beide Personen mit demselben Härtegrad leben. Für Paare mit ähnlichem Gewicht und ohne ausgeprägte Vorlieben ist das oft die einfachere Lösung.<br>
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<span style="font-weight: bolder;">Die Form eines Kissens ist</span> kein Designmerkmal, sondern bestimmt, wie der Kopf und die Halswirbelsäule in der Nacht gelagert werden. Wer ein Kissen kauft, ohne die eigene Schlafposition zu berücksichtigen, wacht häufig mit Nackenschmerzen oder Spannungskopfschmerzen auf. Bevor man sich für ein Modell entscheidet, sollte man daher die eigene übliche Schlafhaltung beobachten – nicht die, die man gerne hätte, sondern die, in der man tatsächlich einschläft.<br>
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Ein häufiger Fehler: zwei schmale Matratzen einfach in den Rahmen legen, ohne die Gesamtbreite zu prüfen. Ein Doppelbett mit 160 Zentimetern Innenmaß braucht zwei Matratzen à 80 Zentimeter. Schon wenige Millimeter Überstand verhindern, dass die Bezüge sauber sitzen. Ebenso unterschätzt wird die Höhe: Beide Matratzen müssen zur Bettumrandung passen, sonst steht eine Kante hervor und drückt. Vor dem Kauf also Innenmaß, Höhe und Härtegrad notieren und die Matratzen nebeneinander probesitzen.<br>
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Zwei schmale Matratzen haben einen entscheidenden Vorteil: Jede Person bekommt ihre eigene Unterfederung. Wer hart liegt, stört die weiche Seite nicht. Bewegt sich eine Person im Schlaf, überträgt sich das nicht auf die andere, weil die Matratzen getrennt federn. Auch unterschiedliche Körpergewichte lassen sich so sauber abbilden. Ein weiterer praktischer Punkt: Beim Bezugwechsel oder bei einem Fleck muss nur eine Hälfte gereinigt oder ersetzt werden.<br>
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Für die Haut bedeutet der nächtliche Verlust, dass die Barriere am Morgen schwächer ist. Wer nach dem Aufwachen sofort duscht und dabei heißes Wasser und Seife verwendet, verschlimmert die Trockenheit. Lauwarmes Wasser und eine milde Reinigung reichen. Eincremen direkt nach dem Waschen, solange die Haut noch feucht ist, hält Wasser zurück. Wer nachts stark schwitzt, sollte Baumwoll- oder Leinenwäsche tragen und die Bettdecke der Jahreszeit anpassen, statt mit derselben Decke das ganze Jahr zu schlafen. Durchgeschwitzte Kleidung am Morgen zu wechseln ist sinnvoller, als sie trocknen zu lassen.<br>
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Auch Verfärbungen zählen dazu. Graue oder gelbliche Schleier, die nach dem Waschen nicht verschwinden, entstehen durch Ablagerungen von Waschmittelresten, Kalk und Hautfetten. Diese Schicht bindet zusätzlich Schmutz und Feuchtigkeit. Wer dann mit Weichspüler oder Fleckenentferner nachhilft, verschlimmert das Problem oft, weil sich die Rückstände weiter aufbauen. Ein Bezug, der nach dem Trocknen steif oder fleckig bleibt, sollte aussortiert werden.<br>
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Wer sich für zwei schmale Stücke entscheidet, sollte von Anfang an einen Spaltfüller einplanen und beide Matratzen am selben Tag kaufen. So sind Maß, Höhe und Federung identisch. Wer eine durchgehende Fläche bevorzugt, prüft vor allem das Gewicht und die Wendbarkeit. Die Entscheidung hängt am Ende weniger vom Bett als vom Schlafverhalten beider Personen ab.<br>
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Worauf man beim Probeliegen im Geschäft achten sollte Rückenschläfer brauchen ein flacheres Kissen, damit der Kopf nicht nach vorne gedrückt wird. Eine leichte Mulde in der Mitte oder eine ergonomische Welle mit niedrigerem Mittelteil verhindert, dass der Nacken nach oben abknickt. Bauchschläfer sollten zu einem sehr flachen Modell greifen oder ganz auf ein Kissen verzichten, weil jede Erhöhung den Kopf zur Seite dreht und die Halswirbelsäule verdreht. Wer sich im Schlaf häufig dreht, ist mit einem Kissen mittlerer Höhe und flexibler Füllung besser bedient als mit einer starren Form.<br>
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Ein Doppelbett lässt sich auf zwei Arten bestücken: mit einer durchgehenden breiten Matratze oder mit zwei schmalen Exemplaren, die nebeneinander liegen. Beide Lösungen passen in denselben Rahmen, unterscheiden sich aber in Liegekomfort, Handhabung und Pflege. Wer vor der Entscheidung steht, sollte nicht nur den Preis vergleichen, sondern vor allem den Alltag zu zweit.